Weihnachten vorbereiten – für GottesdienstgestalterInnen

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Dieses Jahr ist zwar arbeitnehmerfreundlich in Sachen Weihnachtsfeiertage, aber Krankenhauspersonal, PatientInnen und – PfarrerInnen (!) können sich darüber nicht so sehr freuen: Von Samstag dem 22.12. bis Mittwoch den 26.12. läuft der Feiertagsmodus … Da bekommt „Weihnachten vorbereiten“ ein ganz anderes Geewicht.

Wie das im Krankenhaus aussieht, weiß man – es wird nur das Nötigste gemacht, weil ja nur die Feiertagsbesetzung da ist. Aber was machen PfarrerInnen, die quasi von Sonntag bis Mittwoch hindurch predigen sollen? Gut, Heiligabendnachmittag gibts ein Krippenspiel – mehr oder weniger modern, mit kleinen Kindern oder KonfirmandInnen. Auch das will vorbereitet sein. Und dann folgen: die spätere Vesper, die Mette, und die Gottesdienste an den beiden Feiertagen. O du schöne Weihnachtszeit … Schließlich ist am 23.12. der vierte Advent – auch ein beliebter Termin z. B. fürs Adventsliedersingen. Weihnachten heißt dieses Jahr: vier Tage Gottesdienst hintereinander!

Weihnachtliche Stimmung © Malene Thyssen.

Da kann auch der findigste Kopf in Schwierigkeiten kommen.

Nun ist es ja nicht so, dass eine Person alle diese Gottesdienste allein machen muss – wenn es mehrere LiturgInnen in einer Gemeinde gibt, wechselt man sich ab: eine/r an Heiligabend, die anderen an den anderen Tagen.

Weihnachten vorbereiten – evangelisch

Trotzdem – die Vorbereitung der Weihnachtsgottesdienste ist schon etwas Besonderes. Da ist es gut, auf Hilfsmittel zurückgreifen zu können, um Anregungen zu bekommen. In gedruckter Form gibt es da z. B. die Gottesdienstpraxis – eine Buchreihe mit „Hinführung zur Predigt“, Vorschlägen für Gebete und Lieder, theologische Hintergründe zum jeweiligen Sonntag und noch so einigem mehr. Es gibt für jeden Sonntag im Kirchenjahr sechs Vorschläge, denn nach der Perikopenordnung, sind jedem Sonntag sechs Texte zugeordnet. Das gibt eine hübsch lange Reihe im Bücherschrank … Hinzu kommen Publikationen speziell zu Feiertagsgottesdienst – in jedem theologischen Verlag gibt es eine Vielzahl von Veröffentlichungen mit Geschichten, Andachtsideen u. Ä., damit man Weihnachten vorbereiten kann (und andere Feiertage auch 😉 ); eine durchaus praktikable Quelle der Inspiration.

Heutzutage gibt es solche Hilfen aber auch im Netz. Predigtdatenbanken heißen sie und es gibt darunter verschiedene Angebote:

Hier gibt es idR Vorschläge für den aktuellen Sonntag und eine Datenbak mit alten Predigten. Gesucht werden kann nach Sonntag im Kirchenjahr oder nach Bibelstelle, auch Recherchen nach (beliebten) PredigerInnen sind möglich. Die Heidelberger Datenbank bietet ähnlich wie die oben erwähnte gedruckte Version eine Hinführung an, damit man als Suchende/r dem Gedankengang besser folgen kann.

Es empfiehlt sich natürlich nicht, eine solche Predigt 1:1 zu übernehmen – jede Predigt hängt von dem Menschen ab, der sie hält. Aber Anregung kann eine solche Vorlage schon sein. Und sei es im Sinne von „So nun gar nicht!“ 😉

Die Anbieter der genannte Datenbanken sind sehr unterschiedlich: beim Predigtpreis steht der Verlag für die deutsche Wirtschaft als Stifter dahinter, Heidelberger Predigtforum und Predigtdatenbank sind Zusammenschlüsse interessierter PredigerInnen.

Hilfsmittel für die katholische Fraktion

Alles was hier bisher steht, bezieht sich auf evangelische Verhältnisse – für die katholische Kirche gibt es natürlich die gleichen Probleme. Auch hier gibt es Hilfsmittel, um der Flut an Gottesdiensten Herr zu werden, z. B. die Predigten von Wolfgang Raible im Herder-Verlag, die der katholischen Leseordnung folgen oder das Abonnement „Feiern mit der Bibel“ (gibt es in der Form nicht mehr, H. B. im Juni 2022) vom katholischen Bibelwerk.

So ausgerüstet – in gedruckter Form oder online – können Predigerinnen und Prediger dem Gottesdienstmarathon vom 23.12.2012 bis 1.1.2013 (jaja, Jahresschlussandacht und Neujahrsgottesdienst sowie den Gottesdienst am Sonntag nach dem Weihnachtsfest gibt es auch noch) gelassen entgegensehen.

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