Vernetzung im Netz – so finden Sie es heraus

Ein Tipp, um relevante von weniger relevanten Informationen zu unterscheiden ist der Rat, sich die Vernetzung im Netz – also im WWW – anzuschauen. Es geht darum, wer auf die entsprechende Seite oder Site verweist. Handelt es sich um seriöse Sites, spricht das für verlässliche Informationen.

Was bedeutet Vernetzung im Netz?

Im Grunde nichts anderes, als dass Seiten verlinkt sind. Der Hyperlink ist das, was uns zum Surfen animiert: Ich lese etwas im WWW, an einer Stelle sehe ich einen Link – meist erkennbar an der blauen Farbe und der Unterstreichung -, klicke darauf und lande auf einer anderen Seite. Das ist so alltäglich, dass wir uns in der Regel keine Gedanken mehr darum machen. Doch wie kommen Sie nun zu der Seite, die auf die zu überprüfende Seite – oder Site – verlinkt und damit was über die Reputation aussagt? Das ist ja quasi der umgedrehte Weg unseres Surfens.

Dazu gibt es einen Befehl. Passenderweise heißt er „link:“. Das mit dem Doppelpunkt kennen Sie ja schon: Er gehört zum Befehl und danach darf kein Leerzeichen stehen!

Den Befehl link: nutzen

Ähnlich wie beim Befehl site: müssen Sie nicht die komplette URL mit Protokoll usw. eintippen. Es reicht die Kurzform: link:profi-wissen.de. Die Topleveldomain ist zwingend erforderlich – genau wie bei site:. Mit meiner Site sähe das dann so aus:

Screenshot zu site:-Suche für Profi-Wissen.
Eine „Link:“-Suche zu meiner eigenen Website

Und hier fällt gleich was Unpraktisches auf: Die ersten Treffer zeigen so genannte „interne Links“. Da ich in der Suche mit einem Suchbegriff die Treffermenge von vornherein eingeschränkt habe, geht es noch, denn sooo riesig ist meine Site nicht. Aber denken Sie mal an die großen Zeitungen …

Interne Links werden mir beim Blog-Schreiben aus SEO-technischen Gründen immer empfohlen. Aber auch inhaltlich ergeben sie Sinn. So konnte ich oben auf das Whitepaper zu Befehlen verlinken, aus dem sich manches für diesen Text hier ergibt.

Für die Vernetzung im Netz einen weiteren Befehl nutzen

Damit Sie nicht endlos nach unten scrollen müssen, bis Sie von den internen Links zu den wirklich interessanten anderen kommen könne, die Ihnen eine Einschätzung Ihres Fundes ermöglichen, können Sie einen zweiten Befehl nutzen. Genauer gesagt: Eine Kombination von Befehl und Operator:

Screenshot der Suche link:profi-wissen.de -site:profi-wissen.de "Recherche"
Mit -site: kommen Sie schneller an relevante Vernetzungen

Da ich keine Treffer mit internen Links haben will, muss ich bei den Treffern die Site ausschließen, deren Vernetzung im Netz ich prüfen will. Das geht mit „-site:“. Das ist eine solche Kombination von Befehl – also site: – mit einem der Boole’schen Operatoren, hier NOT in Form des Minuszeichens vor site:.

Je nachdem, ob Sie eine ganze Site auf ihre Reputation prüfen wollen oder nur eine bestimmte Seite dort, können Sie mit weiteren Suchbegriffen agieren:

  • Sie können einen einzelnen Suchbegriff hinzufügen
  • Sie können den Titel der Seite als zusätzliche Suchoption nutzen
  • in beiden Fällen setzen Sie die Suchbegriffe/den Titel in Anführungszeichen
  • soll die gesamte Site geprüft werden, nutzen Sie nur die Befehle link: und -site:

Fazit und – etwas entmutigender – Ausblick

Dieser Befehl link: funktioniert nur bei Google! Und: Google ignoriert Befehle manchmal.

Bei der Wiederholung meiner Recherche zu meiner Site bekam ich auch Treffer, in denen einfach Wörter zu passen schienen:

Es mag sich um Profi-Wissen handeln, aber nicht um meine Site …

Eine analoge Suche zur Süddeutschen Zeitung „link:sz.de -site:sz.de -site:sueddeutsche.de brexit“ war allerdings durchaus erfolgreich. Wahrscheinlich kommt es auch auf die Größe und Relevanz der jeweiligen Site an. 🤷 Das heißt, man kann sich nie auf ein Instrument alleine verlassen. Gerade Googles Algorithmus ist offensichtlich auf Masse ausgelegt. Wenn andere Suchmaschinen sagen „Leider nichts gefunden“ – und das bei Sachen, wo sie auch nichts finden können! -, kommt Google immer noch mit ein paar obskuren Treffern daher. Der Algorithmus „Ich muss was finden!“ überlagert dann manchen ansonsten nützlichen Befehl.

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