Spezialbibliotheken – heute: Kunstgeschichte bei Kubikat & Co

In München sitzt das Zentralinstitut für Kunstgeschichte – die einzige außeruniversitäte Forschungseinrichtung für Kunstgeschichte in Deutschland. Es wurde 1946 gegründet und arbeitet national wie international vernetzt. Zum Institut gehört eine Fachbibliothek mit mehr als 530.000 Bänden, 50.000 Aktionskatalogen und rund 1.300 Zeitschriften. Die meisten Bücher und anderen Medien können im Freihandbereich eingesehen werden. Darüber hinaus werden im Katalog Kubikat die Bestände folgender Spezialbibliotheken (ebenfalls außeruniversitär!) erschlossen:

  • Kunsthistorisches Institut Florenz
  • Deutsches Forum für Kunstgeschichte, Paris
  • Bibliotheca Hertziana (MPI), Rom

Kubikat ist zudem vernetzt mit dem Bibliothekenverbund Bayern und somit auch im Karlsruher Virtuellen Katalog recherchierbar. Allerdings gibt es  da eine Einschränkung: Nur im Kubikat selbst werden alle relevanten Einzelinformationen zu einem Titel aufgeführt.

Recherchebeispiel im Katalog Kubikat

Neben der einfachen und erweiterten Suche, wie sie in allen Bibliothekskatalogen vorkommt, gibt es hier die Möglichkeit, ausschließlich nach Ausstellungs- und Auktionskatalogen zu suchen. So habe ich mal geguckt, ob der Katalog “Ljubow Popowa” von 1991 verzeichnet ist. Ist er. Und so sieht die Vollanzeige aus:

Das Besondere an dieser Katalogkarte sind die unterschiedlichen Schlagwortreihen für den BVB und Kubukat selber - die BVB-Schlagworte finden Sie dann auch,wenn Si eüber den KVK (Metakatalog) suchen
Das Besondere an dieser Katalogkarte sind die unterschiedlichen Schlagwortreihen für den BVB und Kubikat selber – die BVB-Schlagworte finden Sie dann auch,wenn Sie über den KVK (Metakatalog) suchen

Ansonsten sehen die Einträge doch sehr vertraut aus:

Kurztiteleintrag mit Hinweis auf Standorte in zwei Bibliotheken
Kurztiteleintrag mit Hinweis auf Standorte in zwei Bibliotheken

An der Unterzeile jeder Seite gibt es weiterführende Links:

  • zu arthistoricum.net, einer Plattform der SLUB Dresden und der UB Heidelberg – im Gegensatz zum ZI, das hier vorgestellt wird, also universitäre Einrichtungen
  • zur Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) (Volltextdatenbank – “Kunstgeschichte” oder ein anderes Fachgebiet muss erst noch angeklickt werden)
  • zum Datenbank-Infosystem (DBIS)  – auch hier muss das Fachgebiet angeklickt werden; wenn die eigene Bibliothek über die Quelle verfügt, hat man Zugang, der sich in der Vorgehenswesie von Bibliothek zu Bibliothek unterscheiden kann

Damit finden kunsthistorisch Interessierte ein breites Fundament an Recherchequellen.

Das E-Book zur Reihe: Spezialbibliotheken. Eine Vorstellungsreihe

So sieht das Cover aus - das Bild dazu stammt aus der Public Library in Mystic, USA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere