Preisvergleiche – der Weg zum Schnäppchen?

Niemand will mehr zahlen als nötig – klar. Deshalb gibt es ja all‘ die schönen Angebote für Preisvergleiche. Angefangen bei Stiftung Warentest bis hin zu Portalen im Internet, die Preisvergleiche quer durch die Republik und Europa ermöglichen.

Die behält man lieber im Portmonnaie ... Copyright http://www.bajstock.com/
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Stiftung Warentest und Ökotest

Diese beiden Zeitschriften sind quasi die Dinosaurier auf dem Markt der Vergleichsmedien. Bei beiden liegt der Schwerpunkt nicht so sehr auf dem Schnäppchen, sondern auf Qualitätsvergleichen. Aber auch hier spielen natürlich Preisvergleiche eine Rolle.

Bevor Stiftung Warentest an den Start ging, waren hohe Hürden zu überwinden. Bereits 1962 gab es erste Ideen, 1964  wurde das Konzept genehmigt und 1966 erschien das erste Heft. Im Laufe der Zeit wurde die Vorgehensweise, wie Geräte getestet werden, immer weiter entwickelt. Bereits Mitte der 70er war dann die Werbung mit den Urteilen in geregelte Bahnen gelenkt.

Die Zeitschrift Ökotest erschien erstmals 1985. Ihr Schwerpunkt liegt auf umweltrelevanten Themen: Gesundheit bei der Nutzung von Verbrauchsgütern ist ein Kriterium der Tests.

Beide Medien haben weitere „Kinder“ die sich speziellen Bereichen (Finanzen, Kinder, Gesundheit, Versicherungen) widmen. Außerdem gibt es natürlich den Internetauftritt jeder Zeitschrift mit zusätzlichen Angeboten.

Vergleichsportale für Preisvergleiche

Es gibt hunderte – allgemeine oder spezielle: Autos, Stromanbieter, Bücher, Immobilien, Versicherungen, Hotels, Computer oder Kliniken. Einen ersten Überblick können Sie sich bei Allgemeine Preisvergleichsportale und  Spezialisierte Preisvergleichsportale verschaffen. Hinzu kommen Metasuchmaschinen für Vergleichsportale wie meta preisvergleich.

Ein ganz besonders spezialisiertes Vergleichsportal habe ich über Elke Fleing kennengelent: versus IO – wer ein Mobiltelefon benötigt, kann hier sehr einfach Vor- und Nachteile einzelner Modelle checken.

Preisvergleichsportale verarbeiten Informationen, die ihnen geliefert werden. Wenn alles gut geht, sind die Angaben aktuell und ein echter Vergleich ist möglich. Aber sicher sein kann man da nicht. Die Verbraucherkommission Baden-Württemberg hat eine Stellungnahme zu Vergleichsportalen für Finanz- und Versicherungsleistungen verfasst, in der deutlich wird, dass es mit der Tranparenz gerade auf diesem sensiblen Gebiet nicht weit her ist.

Auch der Wikipedia-Artikel zum Thema lässt Zweifel aufkommen, ob echte Preisvergleiche oder auch Qualitätsvergleiche  auf diese Weise möglich ist. Wie soll denn die ganze Arbeit dieser Portale bezahlt werden, wenn es für uns Verbraucherinnen kostenlos ist? Da müssen doch die Anbieter was zaheln, oder? Und wer zahlt, bestimmt die Musik, bzw. die Reihenfolge auf der Ergebnisliste. Sie merken, ich bin da eher skeptisch.

Gerade bei beratungsintensiven Entscheidungen – größere Anschaffungen, Finanzdienstleistungen oder Gesundheitsfragen – ist in meinen Augen ein Vergleichsportal vielleicht ein erster Schritt zur Orientierung, kann aber eine individuelle Beratung und eine weitergehende Recherche nicht ersetzen. Wie sehen Sie das?

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