Mindmaps für Suchbegriffe

Da ich selber kein so graphisch veranlagter Mensch bin, hab ich die Möglichkeit von Mindmaps für Suchbegriffe bisher völlig übersehen! Weder für die Suche nach Suchbegriffe noch für ihre Darstellung. Andere sehen das andes. Deshalb hole ich’s hier nach.

Was sind Mindmaps überhaupt?

Wahrscheinlich sind sie Ihnen schon begegnet – umkringelte Wörter, die mit Pfeilen oder anderen Linien unterneinander verbunden sind.

Diese Mindmap nutzt nicht nur Wörter, sondern auch Bilder. Der Ausgangsbegriff ist „Katze“. Mindmap_hyp_Referat_Katze by Miriym Brönner cc by sa 3.0

Häufig werden Mind-Maps genutzt, um ein Brainstorming zu veranstalten: Indem die einzelnen Begriffe mit Linien verbunden werden usw., kann man eben schon sehen, welche Sachen zusammengehören. Auch, wo es viele verschiedene Treffer gibt und wo nicht.

Und wie gehen Mind-Maps für Suchbegriffe?

Im Grunde genauso – sammeln und zuordnen.

Von der Suchbegriffstabelle unterscheidet es sich durch den eher inhaltlichen Ansatz: Sie suchen nicht nach Wörtern, die in bestimmten Beziehungen zur Ihrem Ausgangsbegriff stehen – Synonym, Oberbegriff, Unterbegriff -, sondern, was thematisch dazu passt. Als hätten Sie nur die Zeile „verwandte Begriffe“.

Außerdem stellt sich die Frage, ob es sinnvoll sein kann, mit nur einem zentralen Begriff zu beginnen – was ja die meisten Mindmaps tun. Oder ob es auch möglich ist, wie in der ersten Zeile der Tabelle, mehrere zentrale Begriffe zu verwenden und zu schauen, ob die nun auch auf diesem Wege zueinanderkommen.

Die Gefahr, bei nur einem Begriff besteht meines Erachtens darin, dass der Fokus aufs Thema flöten geht – dass also spannende Begriffe gefunden werden, die aber im Zweifel nicht soooo viel mit der Ausgangsfrage zu tun haben.

Damit Mindmaps für Suchbegriffe funktionieren, müssen Sie sich über das Verhältnis Ihrer zentralen Begriffe klar sein, mit denen Sie die Suche starten:

  • in welchem Verhältnis stehen sie zueinander
  • gibt es Begriffe, die ggf. zwei Sphären miteinander verbinden

Gerade sehr allgemeine Begriffe – quasi die Oberbgeriffe schlechthin wie Klimawandel in meinem Beispiel – können auf der Assoziationsebene der Mindmaps mehr Suchbgriffe finden, als wenn ich mich an die Vorgaben Ober- und Unterbegriffe halte. Von daher bieten Mindmaps für Suchbegriffe einen Mehrwert. Nur eben nicht in allen Fällen.

Bei der Auswahl des Tools, um an Suchbegriffe zu kommen, sollte also nicht nur die Vorliebe für die graphische Darstellung eine Rolle spielen, sondern auch die Art der Begriffe, von denen aus Sie die Suche nach Suchbegriffen starten.

Recherchedokumentation mit der Mindmap?

Wie oben schon erwähnt – ich bin so gar nicht mit „graphischen“ Sachen bei der Recherche unterwegs, ich bin klar textbasiert 😉. Deshalb kann ich mir das Durchführen einer Recherche damit nur schwer vorstellen.  Mein „graphisches Engagement“ besteht darin, in meiner Tabelle Linien zu ziehen, um klar zu haben, welche Kombinationen schon abgearbeitet sind. Auch das Durchstreichen unergiebiger Begriffe kenne ich.

Aber vielleicht sind Mindmaps für Suchbegriffe ja auch eher ein Hilfsmittel, um an Suchbegriffe zu kommen. Die können ja dann später in die Tabelle übertragen werden.

Frage

Hat von Ihnen jemand schon mit Mindmaps für Suchbegriffe gearbeitet? Ich würde mich über Erfahrungsberichte sehr freuen!

Übrigens: es gibt Online-Tools, mit denen man solche Mindmaps erstellen kann; bei einigen muss man einen – meist kostenlosen – Account einrichten. Die sehen dann hübscher aus als meine Krakeleien.

2 comments on “Mindmaps für Suchbegriffe

  1. Spannender Artikel, Heike.

    Mindmaps sind ein klasse Tool! Ich habe damals in Masterarbeitszeiten wirklich jedes Buch, das ich gelesen habe, in einer Mindmap zusammengefasst. Beim Schreiben wusste hinterher immer, wo ich hinschauen muss, um danach nochmal die richtige Seite vom Buch aufzuschlagen.

    Also ich würde sagen, egal ob mit einem Kernthema oder 3 Suchbegriffen – sie funktioniert immer. 🙂 Und ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und sagen, dass eine Mindmap selbstgekritzelt wesentlich schneller ist und sich das haptische Arbeiten mit dem Stift (egal ob digital oder auf Papier) sich eher vorteilhaft auf die Prozesse in unserem Gehirn auswirkt.

    1. Danke, Franziska.
      Ich selber bin mit Mind-Maps nicht so warm geworden … Aber deine Erfahrungen klingen sehr ermutigend.
      Und ja – ich binslber auch eine Verfechterin von handschriftlichem Arbeiten – tu ich ständig.

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