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11. Mai 2023
Zugegeben - das ist eher eine Veranstalung der Kölner Leselust. Es war aber eine Menge Recherche nötig ;-)
Von den vielen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, deren Existenz das Naziregime durch die Verbrennung ihrer Bücher im Mai 1933 auslöschen wollte, haben wir drei prominente ausgewählt: Irmgard Keun, die nach einem umtriebigen, intensiven und herausfordernden Leben 1982 in Köln starb, ihren zeitweiligen Partner Joseph Roth, den sie in Ostende, Exilort zahlreicher Literaten, kennenlernte, und der schon in den 1920er Jahren die aufziehende Gefahr sah und deutlich benannte. Zu Wort kommt auch der 1935 im schwedischen Exil gestorbene Kurt Tucholsky, dessen scharfsinnige und beißende Kritik bereits viele Jahre vor der Nazidiktatur den späteren Machthabern ein Dorn im Auge war. Zu spüren bekam Tucholsky dies auch bei seinen Vortragsreisen Ende der 1920er Jahre, die ihn u.a. nach Köln führten. Diese drei und manch andere haben schon in den 1920er Jahren geahnt und befürchtet, wohin der Nationalsozialismus führen würde.
Eintritt frei.