Digitalisierte Dokumente – täglich neu

Um digitalisierte Dokumente bereit stellen zu können, ist eine Menge Aufwand erforderlich. Die Bibliotheken, Archive und anderen Einrichtungen werden damit noch auf lange Zeit beschäftigt sein. Deshalb gibt es zwar manchmal den Abschluss eines Teilprojekts, aber im Grunde gibt es ständig neue Dokumente. Drei Einrichtungen, die frisch Digitalisiertes direkt zugänglich machen, möchte ich Ihnen heute vorstellen. Einfach, um zu zeigen, welch vielfältige Quellen uns zur Verfügung stehen – aus allen Bereichen. Es werden ja schließlich nicht nur historische Dokumente digitalisiert.

Digitalisierte Dokumente in Bibliotheken und Archiven

Im Müncher Digitalisierungszentrum werden fast täglich neue Digitalisate vorgestellt – ausgenommen sind Werke, die dem Urheberrechtsschutz unterliegen. Es gibt auch Digitalisierungsprojekte, deren Ergebnisse hier nicht auftauchen. Aus Gründen. Die Bandbreite der Quellen ist groß.

Auch die UB der Humboldt-Universität stellt ihre neuesten digitalisierten Dokumente im digi-hub online. Der große Vorteil für Nutzerinnen: Hier gibt es in der Seitenspalte ein Inhaltsverzeichnis, in dem man auch direkt die interessanten Seiten ansteuern kann.

Die Online-Findemittel des Landesarchivs Baden-Würteemberg bieten zwar keine täglichen Aktualisierungen, aber Hinweise auf Findebücher, in denen seit einem gesetzten Datum, z. B. 6. Januar 2019, Digitalisate hinzugekommen sind. Hier sind verschiedene Archive des Landes Baden-Württemberg unter einem Dach durchsuchbar. Nicht alle Dokumente sind online einsehbar; das geht nur, wenn unter dem einzelnen Treffer steht:

Digitalisate einsehen  Bildexplorer

Dann kommen Sie direkt auf eine Seite, mit der Sie im Dokument blättern können:

Screenshot einer Digitalisatseite mit Hinweis auf Blätterfunktion udn  Druck/Download-Funktion.
So sieht eine Seite im Bildexplorer aus – Blätterfunktion und “Download” habe ich markiert, den Hinweis zu den Nutzungsrechten (s. u.)  sehen Sie eingeblendet

Der große Vorteil von digtalisierten Dokumenten, die online gestellt werden ist ja, dass Sie bei vielen direkt zu Hause oder am Arbeitsplatz an Ihrem Rechner diese Quellen anschauen können. Oft sogar “näher” als es bei einem echten Dokument möglich wäre – die Lupenfuntkion macht’s möglich.

Digitalisierte Dokumente erhalten

Wollen Sie länger mit einem Dokument arbeiten, es besitzen – auch das ist möglich:

Bei allen Digitalisaten des Münchner Digitalisierungszentrums gibt es den Link “Digitalisat-Bestellung”; der führt Sie auf die Seite Dokumentlieferung Altes Buch. Dort können Sie sich erst mal über die Preise schlau machen und dann einen Reproantrag über Erato (Elektronisches Reproduktionsauftrags-Tool) stellen.

Das digi-hub-Angebot an der Humboldt-Universitätsbibliothek bietet ganz unkompliziert PDF-Downloads an. Die Nutzungsbedingungn finden Sie hier.

Für den Download der Archivalien im baden-württembergischen Landesarchiv – der im Bildexplorer möglich ist – gibt es folgenden Hinweis, wenn Sie den Reiter “Druck/Download” anklicken:

Digitalisate dürfen unter Beachtung der Nutzungs­bedingungen kosten­los ver­wendet und weiter­ge­geben werden. Herkunft und Signatur des Archiv­guts sind zu nennen. (Beispiel im Bild oben)

Digitalisierte Dokumente – wenn auch nicht tagesaktuell

Natürlich gibt es viel mehr Digitalisierungszentren, auch wenn nicht alle diese Einrichtungen ein spezielles Angebot für gerade neu digitalisierte Dokumente bereit halten. In den großen Universitäts-Bibliotheken werden Sie meist unter Begriffen wie “digitale Sammlungen” oder “digitalisierte Sammlungen” fündig. Außerdem gibt es das Zentrale Verzeichnis digitalisierter Drucke – dabei handelt es sich aber genau um das: ein Verzeichnis. Je nachdem, welche Quelle zugrundeliegt, bekommen Sie keinen direkten Zugriff auf das Dokument. Sie werden aus dem Verzeichnis an die Quelle verlinkt und da hat jede ihre eigene Darstellungs- und Vermittlungsweise.

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