Der Befehl site: – quasi auf Wiedervorlage

In meinem Beitrag über die Befehle, die von Bing unterstützt werden, hatte ich ja festgestellt dass der Befehl site: und die „Süddeutscher Zeitung“ nicht so gut zusammenpassten. Deshalb habe ich jetzt ein paar Tests gestartet. Und dabei genau mit dieser Zeitung begonnen.

Die Süddeutsche Zeitung im WWW.

Die Süddeutsche Zeitung ist ein überregionales Angebot und findet sich selbstverständlich auch im WWW. Die Kurzform ihrer Adresse lautet sz.de. Es gibt aber auch die längere URL mit sueddeutsche.de – das ist dann diejenige, die in den gefundenen Beiträgen tatsächlich angegeben wird.

Die Recherche mit den Befehl site: zur Süddeutschen Zeitung

Im Grunde kenne ich es von Google hier, dass ich mit dem Befehl site:sz.de die Süddeutsche Zeitung durchsuchen kann. Klicke ich dann den eigentlichen Beitrag an, bekomme ich ihn angezeigt und in der URL finde ich die Langform sueddeutsche.de.

Trefferliste mit sz.de in der Kurz-URL bei den Treffern
Aus der Trefferliste angeklickt – die URL mit sueddeutsche.de

Das habe ich bisher so gehandhabt, doch der Test mit Bing und dem Befehl site: hat mich stutzig gemacht. Deshalb habe ich jetzt auch bei Google einmal den Test gemacht, den Befehl site: mit der Langform des Zeitungsnamens zu testen. Und siehe da: Statt einer sehr überschaubaren Anzahl von Treffern, bekomme ich auf einmal eine deutlich größere Treffermenge angezeigt.

Es sind andere Treffer, es sind mehr …

Bing bietet mir bei der Kurzform gar keine Ergebnisse, dafür aber reichlich, wenn ich die Langform benutze; da sind es sogar mehrere Seiten.

Bei der Suchmaschine Qwant im Browser Brave das gleiche Spiel: Mit der Kurzform sz.de bekomme ich gar keine Ergebnisse, nutze ich sueddeutsche.de bekomme ich zehn. Immer daran denken: Qwant nutzt den Index von Bing, hat aber einen eigenen Algorithmus. Deshalb vermute ich ähnliche Ergebnise auch für DuckDuckGo und Ecosia.

Der befehl site: und spiegel.de

Im Gegensatz zu meinem Test von Ende März 22 habe ich also auch mit Bing und den Befehl site: Treffer bekommen; und das nicht nur bei der Süddeutschen, sondern auch bei Spiegel.de. Und das auch aus verschiedenen Browsern (Firefox, Brave, Vivaldi).

site: mit spiegle.de – bringt reichlich Treffer

Der stellt sich ja die Frage, ob mir unbewusst Tippfehler passiert sind – leider habe ich keine Screenshots angefertigt. Note to self: Sorgfalt walten lassen und dokumentieren 😉

Fazit

Für den Befehl site: ist es auf jeden Fall sinnvoll, vorher zu checken, ob es verschiedene Varianten der URL gibt und diese gegebenenfalls durchzutesten. Denn selbst wenn es bei der Süddeutschen mit der Kurzform SZ funktioniert hat und ich Ergebnisse bekommen habe – zumindest bei Google -, zeigte sich ja am aktuellen Test, dass ich nicht so viele Treffer bekommen habe wie mit der Langversion.

Dass es unterschiedliche Varianten der URL gibt, ist auf die Nutzung kleiner Endgeräte zurückzuführen: Um Platz zu sparen, wird bei ihnen der geliche Trick angewendet wie bei der Unterdrückung von www in der URL. Im Hintergrund arbeitet aber die vollständige Version der Adresse. Doch für die Bildschirem von Smartphones und kleinen Tablets ist die dann oft zu unübersichtlich.

2 comments on “Der Befehl site: – quasi auf Wiedervorlage

  1. …interessant wäre es zu vergleichen, wie die Ergebnisse sich ändern, wenn man direkt auf der Webseite sueddeutsche.de sucht ?

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