Connected Papers – eine Fundgrube!

Manchmal fallen einer ja tolle Sachen einfach in den Schoß – bei „Connected Papers“ hab ich dem Nachwuchs zu danken!

Mit diesem Tool können Sie herausfinden, wie wissenschaftliche Paper miteinander verbunden sind. Und zwar vorwärts und rückwärts.

Was das heißt?

Kommt jetzt – eine Anleitung!

Start mit Connected Papers

Auf der Startseite haben Sie die Möglichkeit, einen Titel oder einen Identifier (DOI, die URL von PubMed, Semantic Scholar oder arXiv) einzugeben. Der Button zum Loslegen heißt „Build a graph“ –

Startseite von Connected Papers mit Suchzeile und den Optionen Paper DOI, arXiv, Paper Title, Semantic Scholar und PubMed zum Anklicken darunter
Startseite von Connected Papers

denn Sie bekommen keine Liste, sondern ein Netz:

Ein Graph, bestehend aus verschieden intensiv gefärbten grauen Punkten mit Namen dran
So sieht ein solches Netz aus; die Farbskala unten gibt den Erscheinungszeitraum aller Artikel an, die im Netz vorkommen. Die Farbe ihrer Punkte vereist auf diese Zeitleiste, also den Erscheinugnszeitraum.

Dazu gibt es eine Erläuterung, was die einzelnen Elemente bedeuten:

Screenshot der Anleitung auf Englisch mit folgendem Text:
How to read the graph

Each node is an academic paper related to the origin paper.

    Papers are arranged according to their similarity (this is not a citation tree)
    Node size is the number of citations
    Node color is the publishing year
    Similar papers have strong connecting lines and cluster together 

Learn more
Hier die Benutzungsanleitung af Englisch

Es geht nicht um Zitate der Werke untereinander, sondern um thematische Nähe. Ganz wichtig! Die gegenseitigen Zitate können Sie an anderen Stellen mit „References“ oder „cited by“ rausfinden; nicht durch Zitate, sondern durch Thema verknüpfte Texte entgehen Ihnen dadurch aber.

Neben dem Netz gibt es zwei Spalten; die rechts können Sie ein- und ausklappen, die links ist immer im Bild. „Ihr“ Ausgangstext ist der Mittelpunkt im Netz; rechts bekommen Sie weitere Infos zum markierten Paper; hier ist es der Ausgangstext. Links sind alle Titel angegeben, die im Netz oder Graph vorkommen. Klicken Sie einen davon an, bekommen Sie rechts in der Spalte die erweiterten Infos und im Netz wird der Titel hervorgehoben.

Screenshot eines Graphen mit den beiden im Text beschriebenen Spalten

Weitere Schritt mit Connected Papers

Connected Papers bietet die Möglichkeit, von einem neuen Text aus wieder einen Graph bilden zu lassen; so können Sie weitere Verknüpfungen feststellen.

Screenshot mit dem Symbol von Connected Papers, um einen neuen Graph zu erstellen
Das ist der kleine Buttom in der rechten Spalte

Bei der linken Spalte gibt es oben zwei Reiter „prio works“ und „derivate works“

Ich finde die Erklärung dazu so schön, dass ich sie Ihnen einfach mal übersetzen:

„Dies sind die Arbeiten, die am häufigsten von den Arbeiten im Diagramm zitiert wurden. Das bedeutet in der Regel, dass es sich um wichtige, grundlegende Arbeiten auf diesem Gebiet handelt und dass es sinnvoll sein kann, sich mit ihnen vertraut zu machen. Wenn Sie eines der  früheren Werke auswählen, werden alle Arbeiten grafisch hervorgehoben, auf die es verweist, und wenn Sie eine Arbeit im Graph auswählen, werden alle referenzierten früheren Arbeiten hervorgehoben.“

Bei den „derivate papaers“ lautet die Erklärung analog, dass hier Übersichtsarbeiten zu finden sein können, oder solche, die sich auf viele der miteinander verbundenen Artikel beziehen.

Fazit

Indem Connected Papers den Automatismus umgeht, mit dem sonst Artikel untereinander verknüpft werden – zitiert haben und zitiert werden -, eröffnet dieses Tool eine ergänzende, weitere Quelle, um relevante Literatur zu finden.

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