Checkliste Zitationsstile

Wenn Sie eine Arbeit schreiben – das gilt v. a. für wissenschaftliche Texte -, müssen Sie Gedanken, die Sie aus anderen Quellen haben, kennzeichnen. Und das sowohl im Text als auch in einem Verzeichnis am Ende der Arbeit. Je nach Fachgebiet, Institut oder sonstigen Bedingungen, sehen die formalen Anforderungen leicht unterschiedlich aus. Wichtig ist immer: Vollständigkeit! Einheitlichkeit!

Alle Gedanken anderer müssena ls solche gekennzeichnet sein von Lupo / pixelio.de
Alle Gedanken anderer müssena ls solche gekennzeichnet sein. Photo von Lupo / pixelio.de

Heute stelle ich Ihnen die gängigsten Zitationsstile vor – für die wichtigsten Publikationsformen und – Achtung! – anhand ausgedachter Publikationen, die sich alle um Köln drehen. Am Ende können Sie sich eine Tabelle mit den vorgestellten Zitationsstilen herunterladen.

Harvard

im Text:

(Müller et al., 2010, pp. 23-36)

Zeitschriftenaufsatz:

Müller, A., Schulz, B. and  Smidt, C. (2010). “Kölns Straßen im 18. Jahrhundert”,  Kalker Geschichte, Vol 13 No. . 5, pp. 23-36.

Beitrag in einem Band mit Aufsätzen verschiedener Autoren:

Schmidt, C. Meier, D.  (2011), “Bäckereien im rechtsrheinischen Köln”, In: Krüger, E. (Ed.): Handwerksbetriebe im Köln der Nachkriegszeit, Kölner Lokalgeschichte Bd. 11 3rd ed., Köln: Bachem, pp. 122-153

Buch:

Meier, D. (2009). Klüngel und Kaffee – die Geschichte des Büdchens. Köln: Bernhard.

APA ist der Stil der American Psychological Association; es gibt ihn in verschiedenen Ausgaben. Sollte es zu einem Titel (das betrifft in der Regel Zeitschriftenaufsätze) DOI-Nummern geben, müssen diese bei APA ans Ende des Literaturverweises.

APA 5th edition

im Text:

(Müller, Schulz, & Schmidt, 2010, pp.23-36)

Zeitschriftenaufsatz:

Müller, A., Schulz, B., & Schmidt, C. (2010). Kölns Straßen im 18. Jahrhundert. Kalker Geschichte 13(5), 23-36, from http://www.kalker-geschichte.de. Doi: 10.12345

Beitrag in einem Band mit Aufsätzen verschiedener Autoren:

Schmidt, C., & Meier, D. (2011). Bäckereien im rechtsrheinischen Köln. In: Krüger, E. (Ed.) Kölner Lokalgeschichte, Bd. 11. Handwerksbetriebe im Köln der Nachkriegszeit (3. Aufl., pp. 122-153). Köln: Bachem

Buch:

Meier, D. (2009). Klüngel und Kaffee – die Geschichte des Büdchens. Köln: Bernhard.

APA 6th ed.

im Text:

(Müller, Schulz, & Schmidt, 2010, pp. 23-36)

Zeitschriftenaufsatz:

Müller, A., Schulz, B., & Schmidt, C. (2010). Kölns Straßen im 18. Jahrhundert. Kalker Geschichte 13(5), 23-36. Retreived from http://www.kalker-geschichte.de. Doi: 10.12345

Beitrag in einem Band mit Aufsätzen verschiedener Autoren:

Schmidt, C., & Meier, D. (2011). Bäckereien im rechtsrheinischen Köln. In: Krüger, E. (Ed.) Kölner Lokalgeschichte, Bd. 11. Handwerksbetriebe im Köln der Nachkriegszeit (3. Aufl., pp. 122-153). Köln: Bachem

Buch:

Meier, D. (2009). Klüngel und Kaffee – die Geschichte des Büdchens. Köln: Bernhard.

MLA 7th ed.

im Text:

(Müller, Schulz, and Schmidt 23-36)

Zeitschriftenaufsatz:

Müller, A., Schulz, B., & Schmidt, C. „Kölns Straßen im 18. Jahrhundert.“ Kalker Geschichte 13,5 (2010): 23-36. Web: http://www.kalker-geschichte.de

Beitrag in einem Band mit Aufsätzen verschiedener Autoren:

Schmidt, Christa and Meier, Detlev. “Bäckereien im rechtsrheinischen Köln.“ Kölner Lokalgeschichte, Bd. 11. Handwerksbetriebe im Köln der Nachkriegszeit Krüger, E. (Ed.) 3. ed.  2011. Köln: Bachem. 122-153.

Buch:

Meier, Detlev. Klüngel und Kaffee – die Geschichte des Büdchens. Köln: Bernhard, 2009. Print

Bei uns ist an vielen Stellen MLA 2nd ed. üblicher

MLA 2nd ed.

im Text:

(Müller, Schulz, and Schmidt 23-36)

Zeitschriftenaufsatz:

Müller, A., Schulz, B., & Schmidt, C. „Kölns Straßen im 18. Jahrhundert.“ Kalker Geschichte 13,5 (2010): 23-36. < http://www.kalker-geschichte.de>

Beitrag in einem Band mit Aufsätzen verschiedener Autoren:

Schmidt, Christa and Meier, Detlev. “Bäckereien im rechtsrheinischen Köln.“ Kölner Lokalgeschichte, 3., Krüger, E. (Ed.) Handwerksbetriebe im Köln der Nachkriegszeit. 11. Köln: Bachem. 2011: 122-153.

Buch:

Meier, Detlev. Klüngel und Kaffee – die Geschichte des Büdchens. Köln: Bernhard, 2009.

Internetquellen zitieren

Auch Internet-Dokumente müssen eindeutig identifiziert werden können. Hier kommt als Schwierigkeit hinzu, dass sich solche Dokumente verändern können! Deshalb sollten Sie Ihr letztes Zugriffsdatum vermerken und am besten einen Screenshot davon in den Anhang Ihrer Arbeit einfügen. Achten Sie darauf, dass Sie genau die Adresse Ihres Dokuments verwenden und nicht eine übergeordnete Seite. Wenn Sie aus einem Blog zitieren, können sie den Autorennamen aus dem Impressum bekommen. Ansonsten halten Sie sich für die Einzelheiten an die Stilvorgaben Ihres gewählten Zitationsstils – also Titel kursiv, in Anführungszeichen etc. Verschiedene Institute geben dazu Handreichungen heraus – Ihres vielleicht auch. Ansonsten können Sie sich – im Netz 😉 –  informieren:

Für die Medizinerinnen unter Ihnen gibt es eine Online-Quelle zum NLM Style – ein ganzes Buch, in dem schon das Zitieren gedruckter Werke 10 Kapitel umfasst. Spannend wird es da für Sie, wenn es um unveröffentlichtes Material geht. Eine empfehlenswerte Lektüre.

Es gibt noch eine Vielzahl von Zitationsstilen – je nach Fachgebiet oder Leitzeitschrift. Dazu bekommen Sie an Ihren Instituten Auskunft.

Mit den hier vorgestellten fünf Zitationsstilen kommen Sie aber schon in recht vielen Fächern klar – die aktualisierte (2018!) Liste mit sechs Stilen finden Sie hier: Zitationsstile in gedruckten Publikationen

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