Interview mit Silke Bicker

Meine heutige Interviewpartnerin, Silke Bicker, tut schreibend was für unsere Umwelt – das find ich großartig! Gute Argumente, für mehr Grün in der Stadt z. B., sind ja immer eine wichtige Entscheidungsgrundlage.

Silker Bicker
Silke Bicker

Was machen Sie beruflich?

Als Kommunikationsberaterin unterstütze ich Dienstleister bei ihrer individuellen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Beratungsfelder sind Positionierung, PR-Konzept, Pressearbeit, Social Media, Strategie und Systematisierung. Als Diplomingenieurin Landschaftsentwicklung und Fachjournalistin schreibe ich so, dass Laien kausale Zusammenhänge rund um Stadtgrün, Boden, Gewässer und Pflanzenökologie begreifen.

Welcher Art war die Ausbildung zu Ihrem Beruf? (Studium, Lehre, was Kombiniertes, Quereinstieg)

Studium Naturschutz und Landschaftsnutzung mit fakultativen Fächern zu Marketing insbesondere Öffentlichkeitsarbeit. Da ich während des Studiums gemerkt habe, dass es mir Freude bereitet, anderen etwas beizubringen: Lehrende der Erwachsenen- und Weiterbildung in einer universitären Weiterbildung dran gesetzt.

Welche Kenntnisse und Erfahrungen benötigen Sie für Ihre Tätigkeit?

Recherche, strukturieren, organisieren, improvisieren, lehren, schreiben, beraten, konzipieren, moderieren, Ausdauer.

Kenntnisse zu Klimawandel und Strategien zum Anpassen an denselben für urbane und rurale Gebiete in Bezug auf Boden, Pflanzen, Wasser, Hochwasserschutz.

Wie sieht Ihre Weiterbildungsstrategie aus?

Mindestens einmal im Jahr bilde ich mich fort. Eine Weiterbildung circa alle drei bis vier Jahre gönne ich mir auch. Dazu mag ich die Methode „learning by doing“, zum Beispiel zu mobile journalism mit dem Smartphone und Zubehör und dazu passenden Fortbildungen. Regelmäßig lese ich Fachbücher und -magazine, besuche einschlägige Tagungen und Messen. Dazu halte ich meine aktiven Englischkenntnisse in regelmäßigen „Walk & Talks“ mit einem englischen Freund frisch. Und nutze die Apps Tandem und Babbel, um Französisch und Spanisch nicht völlig einrosten zu lassen.

Müssen Sie für die alltägliche Arbeit oder für grundsätzlich für Ihr Know-How regelmäßig aktuelle Informationen besorgen?

Ja. Ich lese regelmäßig Zeitungen, Fachmagazine, gucke in- und ausländische Nachrichten sowie Filme und bin in Fach-Communities aktiv.

Gehörte die Vermittlung von Suchmethoden zu Ihrer Ausbildung?

Ja, die gehörte dazu! Für meine Diplomarbeit musste ich Menschen zur Geschichte und zu Anekdoten befragen, in Archiven und Bibliotheken recherchieren.

Wo sind Ihre Anlaufstellen, wenn Sie etwas suchen? (Kolleginnen, Bücher, öffentliche Stellen, Fachzeitschriften, Internet oder noch was anderes)

Nachdem ich mir einen groben Überblick über das Thema beschafft habe, überlege ich, welche Quellen sinnvoll zum Anzapfen sein könnten. Dazu gehören oft Zeitzeugen und damit Interviews, auch (Netzwerk-) Kollegen, Bibliotheken (Bücher, Fotos, Karten), Archive oder auch Mitarbeiter von Museen.

Wenn Sie im Internet suchen: Welche Mittel nutzen Sie? (Suchmaschinen, (Fach)Foren, Wikipedia, (Fach)Datenbanken, Bibliotheksangebote)

Kommt darauf an. Für ein bestimmtes Projekt musste ich mich vor kurzem sehr einfuchsen. Die erste Wahl war Google, gefolgt von einer fachlichen Datenbank und einer speziellen Fach-Community. In letzterer fand ich weitere Menschen, die ich interviewen konnte. Darüber hinaus erweiterte sich mein Netzwerk.

Hat sich Ihre Form der Informationsbeschaffung in den letzten Jahren geändert? Wenn ja, wie und warum?

Vieles geht durch das Internet schneller. Sei es, sich zu bestimmten Thematiken kostengünstig aufzuschlauen oder Profis zu finden und diese zu kontaktieren. Durch die sozialen Medien wird auch einiges erleichtert. Über Twitter geeignete Spezialisten und Journalisten zu finden und anzusprechen ist relativ einfach. Man muss sich nur trauen.

Ist das Internet für Sie eine hilfreiche Einrichtung?

Absolut.

Gibt es zu Ihrem Bereich viele Informationsmöglichkeiten im Netz?

Mein Bereich ist Naturschutz hinsichtlich zu mehr Grün durch den Einsatz von Pflanzen und naturnahen Gewässern in der Stadt sowie Nutzung der Kulturlandschaft im Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel. Dazu gibt es in der Tat viele Informationsmöglichkeiten im Netz. Studien und Projektergebnisse, die z. B. von Hochschulen zum Download frei gegeben werden, relevante Tagungssplitter, die getwittert werden und man als Zaungast bei Twitterern anknüpfen kann.

Haben Sie eine Suchstrategie entwickelt, die Sie verlässlich zu den benötigten Quellen führt?

Im Internet führt oft die passende Eingabe von Suchwörtern zum Ziel. Oft recherchiere ich in Bibliotheken zuerst vom Rechner aus und dehne das Suchfeld von da ab weiter aus. Ja, 1. Internet, 2. in Primärquellen wie Büchern, E-Books, 3. vor Ort interviewen oder in Archiven, Bibliotheken gezielt stöbern.

Haben Sie mal bei einer Recherche ein besonderes Highlight erlebt?

Bei Twitter habe ich mal einem Journalisten eine Nachricht gesendet. Er beantwortete sie und half mir so bereits ein Stück weiter. Einige Tage später rief er mich an. Er hätte in seinen Unterlagen gewühlt und einen alten Kontakt ausfindig gemacht, der genau zu meinem Thema geforscht hatte. Bingo – die Recherche hatte sich erledigt!

Hier können Sie Silke Bicker finden:

Website mit Blog: https://www.silkebicker.de/
Twitter: @Erdhaftig
https://twitter.com/Erdhaftig
Xing: Silke Bicker
https://www.xing.com/profile/Silke_Bicker

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