Recherchedienstleistungen – wer braucht denn sowas?

  • Bei Ihnen stapeln sich die Rechercheaufgaben?voller Schreibtisch, Recherchedienstleistungen
  • Irgendwie geht für die Recherche immer mehr Zeit drauf, als Sie ursprünglich eingeplant haben?
  • Recherchen gehören bei Ihnen zu den frustrierenden Aufgaben, die niemand gerne übernimmt?

Dann sollten Sie über Recherchedienstleistungen nachdenken, also die Möglichkeit, Ihre Recherchen auszulagern.

Wie sehen Recherchedienstleistungen aus?

Unterschiedlich. 😉

Wenn im Grunde klar ist, was genau gesucht wird, aber die Zeit dafür nicht reicht, ist die Auslagerung von Recherche einfach:

Sie übergeben das Gesamtpaket – also Rechercheziel, Suchbegriffe, Einschränkungen und Bedingungen – an jemanden, der das extern für Sie erledigen kann. Dabei kann es sich um regelmäßig wiederkehrende Routinerecherchen handeln, zum Beispiel die Abfrage von Publikationen zu einem Thema für einen festgelegten Zeitraum. Andere wiederkehrende Recherchen sind solche nach Personen, Veranstaltungen, Einrichtungen oder Orten.

Auch eine klar definierte einmalige Suchfrage eignet sich dafür.

Ein Beispiel gefällig?

Sie benötigen alle evidenzbasierten Studien zum Thema Brustkrebs und Misteltherapie aus dem Jahr 2017. Die Hauptsuchbegriffe stehen fest:

  • Brustkrebs
  • Mistel
  • alternative Therapie
  • Studie
  • evidenzbasiert
  • 2017

und dann das Ganze noch mal auf Englisch. 😉

Auch eine so gut überschaubare Recherche kostet Zeit. Die Sie oder Ihre Mitarbeitenden für anderes nutzen können.

Die Möglichkeit, gerade für Literaturrecherche mit Alerts zu arbeiten, erläutere ich hier. Ein andere automatisierte Suchanfragemethode sind RSS-Feeds – Informationen dazu gibt es hier.

Moofushi Kandu fish
Aus der Masse das Richtige rauspicken – ein häufiges Problem bei Online-Recherchen. Bruno de Giusti (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Moofushi_Kandu_fish.jpg), „Moofushi Kandu fish“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/legalcode
Wenn zwar das Rechercheziel schon deutlich zu erkennen ist, aber die Suchbegriffe noch nicht klar sind, können erweiterte Recherchedienstleistungen für Sie interessant sein:

Sie formulieren ein Ziel und geben ein paar Zusatzinformationen dazu, in welchem Kontext die Recherche steht. In engem Austausch mit Ihnen werde ich die notwendigen Suchbegriffe festlegen. Von da an geht es weiter wie oben. Solche Schwierigkeiten bei der Recherche können auftreten, wenn Sie sich in ein neues Thema einarbeiten.

Konkret kann das dann so aussehen:

Sie benötigen Informationen rund um das Thema Insektensterben, um eine Kampagne für insektenfreundliche Wiesen in Ihrer Gemeinde zu initiieren. Neben den Fakten und Geschichten rund um die Notwendigkeit von Bienen für unsere Ernährung gehören auch kommunalpolitische Aspekte wie Verkehrssicherheit, Kosten für die Pflege der Wiesen und für Infomaterial dazu. Ihnen ist also klar, das Sie auf mindestens zwei Ebenen Recherchebedarf haben:

  • Insekten-/Bienensterben Anthidium ordinatum Bingham 1897
    • Ursachen
    • Auswirkungen
    • mögliche Gegenmaßnahmen
  • politische und wirtschaftliche Aspekte für die Kommune
    • Änderung geübter Abläufe im Grünflächenamt, Genehmigungsverfahren
    • Kosten für Saatgut
    • Kosten für Inhalt und Gestaltung von Infomaterial

Einzelne Suchbegriffe haben Sie schon, dass die Informationen eher pro als contra sein sollen, ist ebenfalls klar. 😉 *

Hier gilt es, die vorhandenen Suchbegriffe (Bienensterben, Insektensterben, Insektizide, Pflanzenschutz, bienenfreundlich, Bestäubung, Ernährung, Landwirtschaft, Grünanlagen, Kommunlapolitik in xyz, Ausschreibungsverfahren, Grünflächenamt – um nur ein paar zu nennen) zu vervollständigen  und zu sortieren, eine Suchstrategie zu erarbeiten und durchzuführen, die Ergebnisse zu sichten und zu sortieren, damit Sie am Ende fundierte Informationen für Ihr Anliegen ins Feld führen können.

*Natürlich müssen auch die Contra-Argumente berücksichtigt werden – schließlich wird es eine Diskussion mit Menschen geben, die das alles anders sehen als Sie.

Wenn Sie nur eine unklare Zielvorstellung haben, können Recherchedienstleistungen Ihnen den längeren Prozess abkürzen:

In diesem Falle gehört zu den Recherchedienstleistungen die Erstellung des gesamten Suchbegriffapparates. Alles weitere folgt dem bereits bekannten Muster.

Ein Beispielthema:

Sie wollen wissen, was es mit dem Hype um die Kirschblüte in Japan auf sich hat und warum das jetzt nach Europa schwappt. Außerdem war da im April doch was mit Drohungen in Bonn gegen Kirschbäume …? Das ist alles, was Sie erst einmal dazu sagen können.

Der Auftrag teilt sich dann in mehrere Teile:

Suchbegriffe finden

  • Kirschblüte in Japan:
    • Was wird da gefeiert?
    • Wie sieht das aus?
    • Was ist der Hintergrund?
  • Kirschblüte in Europa, speziell Deutschland
    • Welche Formen nimmt das an?
    • Wo wird das gefeiert?
    • Hat das was mit japanischen Menschen in der Umgebung zu tun?
  • Ärger in Bonn 2018
    • Was genau ist da passiert?
    • Was findet sich in der Presse/den Nachrichten/den sozialen Medien?

Suchanfragen gestalten und bewerten

Zu jedem dieser Punkte gilt es

  • die Suchbegriffe in ein Verhältnis zueinander zu setzen
  • Suchorte festzulegen (Suchmaschinen, Aggregatoren, Social Media, Archive)
  • mit Hilfe der passenden Operatoren (Zeit eingrenzen, unerwünschte Suchbegriffe ausschließen etc.) konkrete Suchanfragen zu formulieren
  • die Suchergebnisse einzuordnen und zu bewerten.

Am Ende steht dann ein Dossier mit den Ergebnissen. Die Vorgaben, was Sie darin haben wollen, geben Sie.

Solche komplexen Recherchen brauchen Zeit – und die besten “am Stück”. Wenn bei Ihnen dazu nur “häppchenweise” gearbeitet werden kann, führt das zu noch höherem Zeitbedarf.

Was gehört zu Recherchedienstleistungen?

Das wichtigste zuerst: die Recherche. Hatten wir ja eben schon in Beispielen – hier noch mal eine Zusammenfassung:

  • Ggf. gehört die Entwicklung von Suchbegriffen dazu.
  • Entwicklung einer Recherchestrategie ist meist notwendig.
  • Dann natürlich die Suche selbst in verschiedenen Suchmaschinen, gegebenenfalls Datenbanken und Katalogen.
  • Auch analoge Dienstleistungen können dazu gehören, wie Telefongespräche, Experten-Interviews, Bibliotheksbesuche, Exzerpte oder die Beschaffung von Material (Texte, Noten, Karten oder Bildmaterial).
Toolbox (226362564)
Wenn Sie die Werkzeuge kennen, die die Recherche erleichtern, sparen Sie Zeit. Daren (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Toolbox_(226362564).jpg), „Toolbox (226362564)“, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass Sie sich und/oder Ihre Mitarbeitenden in Sachen Recherche weiterbilden. Auch Seminare und Workshops gehören zu den Recherchedienstleistungen.

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