Recherche im Home-Office

Die Blogparade vom CebitBlog zum Arbeitsplatz  der Zukunft ist für mich interessant, weil sich meine Arbeit im Laufe der Jahre tatsächlich ziemlich verändert hat. Und sich weiterhin verändern wird. Allerdings muss ich nicht einen Arbeitgeber überzeugen, denn ich bin selbständig … Home-Office ist also mein natürliches Habitat.

Nein, so alt müssen die Bibliotheken nicht sein, in denen ich arbeite - ich schätze moderne Hilfsmittel sehr. Foto: Maria Meurer
Nein, so alt müssen die Bibliotheken nicht sein, in denen ich arbeite – ich schätze moderne Hilfsmittel sehr. Foto: Maria Meurer

Als ich 1995 mit Recherchen anfing, musste ich noch ständig in Bibliotheken fahren, um an Informationen für meine Kundinnen zu kommen. Internet hatte ich ganz zu Anfang noch gar nicht und als ich es hatte, war es teuer. Das hat sich grundlegend gewandelt. Es gibt Aufträge, die ich komplett von zu Hause aus abwickeln kann – Literaturrecherche und Literaturbeshaffung. Digitalisierung macht es möglich.

Der Nachteil des allgegenwärtigen Internets sind die ebenso gegenwärtigen Ablenkungen, die es bietet. Bleibe ich die ganze Zeit mit meinen Accounts online, um ggfs. schnell reagieren zu können, kann es passieren, dass mich ein Facebook-Beitrag so fesselt, dass ich meine eigentliche Aufgabe vernachlässige. Kennen Sie? Ja, nach dem was ich bei Facebook, Xing & Co so mitbekomme, habe ich den Eindruck, dass ich tatsächlich nicht allein damit bin 😉

Ich kann mittels Laptop auch von unterwegs  arbeiten, wenn mir danach ist; ist es mir aber selten. Zumindest, wenn es darum geht, Recherche zu betreiben oder zu schreiben. Lesen dagegen geht immer, da ich idR per Bus und Bahn unterwegs bin. Das ist auch Arbeit – sei es, dass ich mich ein Recherchethema noch mal einlese, das ich in der Bibliothek abhandeln will, sei es, dass ich zwecks Rezension für die Kölner Leselust mir Gedrucktes einverleibe.

Wie das in Zukunft aussehen wird, weiß ich nicht. So sehr ich die technischen Errungenschaften schätze, gibt es immer noch ein paar Dinge, die ich nicht mitmache – unterwegs online zu sein z. B. Oft habe ich noch nicht einmal ein Handy dabei. Das liegt vor allem daran, dass ich mehr als 80% meiner Arbeitszeit im Home-Office bin und damit erreichbar. Das wissen alle, die mir mal eine Mail geschrieben haben – Antworten gibt es bei mir eher schnell als langsam.

Zu meiner Ausstattung gehören ein PC, ein guter Internet-Zugang, ein Laptop, in gewisser Hinsicht mein Handy und sonst immer noch viel Papier: Notizblock, angefertigte Kopien für Kundinnen und natürlich Bücher. Auf einem Gerät mit Touch-Screen-Tastatur zu tippen, ist für mich eine Strafe – wenn sich da nicht was Revolutionäres tut, werde ich wohl bei dem bleiben, was ich kenne. Konservativ? Ja. Andererseits habe ich ja einige Veränderungen mitgemacht, die sich so ergaben – meine Arbeitsweise sieht anders aus als vor 10 und auch vor 3 Jahren. Wenn die Innovationen mich überzeugen, werde ich mich sicherlich anschließen. Aber nur weil es neu ist? Nö.

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