Für die Wissenschaft bietet Google auch ein Tool – Google Scholar, Teil 2

Ja, wir sind immer noch bei Googles Suchhilfen, denn Google-Scholar bietet für Wissenschaftsrecherchen ein paar wirklich spannende Möglichkeiten, wenn man die Einschränkungen aus Teil 1 beherzigt.

Zum Beispiel die, schnell und günstig an Informationen zu kommen, nämlich mit Titeln, die den Zugang zu PDF-Dokumenten bieten:

Google-Scholar-Suche nach PDF-Dokument

Die Notiz steht als Link etwas abgerückt rechts vom Titel. Wenn Sie den Link anklicken – schwuppdiwupp, sind Sie beim vollständigen Text. Praktisch, oder? Es bieten nicht alle Institutionen oder gar Verlage diesen Service an – kann man auch verstehen, denn schließlich arbeiten Forscher nicht für Gotteslohn. Aber einen ersten Einblick kann man sich damit schon verschaffen. Übrigens bedeutet bei diesem Titel der Eintrag “11 Versionen”, dass hier alle Stellen aufgelistet werden, die das PDF-Dokument ebenfalls anbieten.

Unsystematisches Bibliografieren – der Ausdruck ist hier schon ein paar Mal gefallen. Mit Google Scholar geht das auch. Und zwar auch mit dem Link “Ähnliche Artikel“, der als zweiter unter den Angaben zum aktuellen Titel steht. Er öffnet Ihnen ein Fenster mit weiteren Titeln (die teils in der ursprünglichen Liste auch vorkommen!) – wenn Sie in dem Sie interessierenden Titel einen besondern Aspekt finden, kann diese Funktion zu Artikeln oder Büchern führen, die diesen Aspekt ebenfalls betonen. (Der Link “Zitiert duch …” ist die andere Methode.)

Wenn Sie nun an den aktuellen Entwicklungen in der Diskussion interessiert sind, können Sie sich die Informationen, über die Google verfügt, bequem zusenden lassen, als E-Mail-Alert:

Google-Scholar-Suche, Alert einrichten

So bleiben Sie auf dem Laufenden, falls jemand etwas Neues zum Thema publiziert.

Und so sieht die entsprechende Seite dann aus:

Google-Scholar-Alert erstellen

Wie Sie sicher schon an der Leiste der Screenshots oben gesehen haben, birgt auch Google Scholar die Funktion einer erweiterten Suche. Das sieht dann so aus:

Google-Scholar “erweiterte Suche”

Hier können Sie ähnlich wie in der erweiterten Suche von Google überhaupt, ausschließende Wörter festlegen, Zeiträume, Autoren oder Publikationsorte.

Wie gesagt, Google-Scholar bietet eine Vielzahl interessanter Möglichkeiten. Aber: Google-Scholar ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Bitte versäumen Sie nicht, Datenbanken zu Ihrem Fachgebiet zu konsultieren, in Bibliothekskatalogen zu suchen und alle anderen Suchmöglichkeiten, die Sie haben, auszuschöpfen. Google sammelt viel, sehr viel – aber niemals alles. Und vor allem: Google sammelt automatisch – da ist keine redaktionelle Sichtung und Bewertung. Die Rangliste, in der die Titel erscheinen, wird ebenfalls automatisch generiert – es kann sein, dass die für Sie interessanten, weil aktuellen Titel erst weit hinten erscheinen.

Nächste Woche verlassen wir Google mal ein Weilchen und schauen uns eine spezielle Suchmöglichkeit der Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Unversitätsbibliothek Dresden an.

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