Spezialbibliotheken – Heute: ZB MED Nachtrag

In meinen Augen bedauerlicherweise hat sich im Vergleich zu meiner Darstellung der ZB MED vom Juli letzten Jahres eine Sache verändert:

Es gibt bei Zeitschriften nicht mehr den Hinweis auf den Standort in der ZB MED selber – “Lesesaal 1. OG”, “LFI oben” usw.

So sah das vorher aus - wo finde ich die Zeitschrift?

So sah das vorher aus – wo finde ich die Zeitschrift? (Der Hinweis stand oberhalb der Angaben, welche Hefte erwartet oder angekommen seien.

Die Info fehlt jetzt:

So sehen die Angaben zu zeitschriften jetzt aus - welche Hefte usw., aber es fehlt die Angabe auf den physischen Ort in der ZB Med selber

So sehen die Angaben zu Zeitschriften jetzt aus – es gibt die Angaben, welche Hefte da sind usw., aber es fehlt die Angabe zum physischen Ort in der ZB Med selber

Natürlich muss man nicht orientierunglos durch die Räume gehen – die Angaben gibt es ja auch auf Papier:

Ein Zettel mit dem Überblick kann weiterhelfen

Ein Zettel mit dem Überblick kann weiterhelfen

Und es gibt tatsächlich einen Vorteil für Menschen, die die ZB MED häufig nutzen: Wenn man die Nummern und ihren Aufstellungsort ein paar Mal gesehen hat, weiß man schon beim Notieren der Signatur, wo die Zeitschrift steht (dass z. B. die B-Signaturen im LFI-Gebäude stehen, weiß auch ich als so eine Gelegenheitsnutzerin ;-) ).

Da ich die ZB MED nur manchmal nutze, fand ich es sehr praktisch, meinem Ausdruck der Literaturliste die Standortangaben gleich beizufügen (ich hab quasi die eine Zeile aus dem Katalog kopiert) – aber ich bin ja flexibel und kann das jetzt auch mit der Papierversion :-)

Mit dem Stichwort “Spezialbibliotheken ” können Sie in meinem Blog weitere Artikel zu Recherchequelle in, ja eben: Spezialbibliotheken  finden. Das war letztes Jahr eine längere Blogreihe.

Ein E-Book zur Reihe gibt es auch: Spezialbibliotheken. Eine Vorstellungsreihe

Sie können es via ISBN ganz normal über Ihre Buchhandlung bestellen.

So sieht das Cover aus - das Bild dazu stammt aus der Public Library in Mystic, USA

 

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Spezialbibliotheken – heute: Virtuelle Fachbibliothek Osteuropa ViFaOst

Wenn mans ausspricht, könnte man an was anderes denken ;-) , aber die ViFaOst ist ein wirklich spannendes Portal, wenn es um osteuropäische Themen geht. Mit Hilfe von Bibliothekskatalogen und Fachdatenbanken, können Sie sich wissenschaftlich relevante Informationen zu Geschichte, Literatur, Sprache, Kultur und Politik osteuropäischer Länder – vom Baltikum bis zum Balkan – verschaffen. Hier arbeiten verschiedene Institutionen zusammen, u. a. die Bayerische Staatsbibliothek, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen oder das Herder-Institut.

Um sich einen Überblick zu einem Thema zu verschaffen, ist es sinnvoll, die Seite “Bibliothekskataloge” aufzurufen; hier versammeln sich alle durchsuchbaren Quellen.

Suchoptionen können Sie mit Häkchen ab- und hinzuwählen. Die kleinen "i"s geben beim Draufklicken Informationen über die Quelle.

Suchoptionen können Sie mit Häkchen ab- und hinzuwählen. Die kleinen “i”s geben beim Draufklicken Informationen über die Quelle.

Oberhalb der Datenbank-Auswahl gibt es ein kleines Dropdownmenu, um die einfache Suche einzuschränken – ein sehr minimalistisches Angebot:

Zeitraum und Phrasensuche al Optione - das wars.

Zeitraum und “genaue” bzw. “ähnliche” Suche als Option – das wars.

“Ähnliche” Begriffe finden, heißt, dass Schreibvarianten oder Synonyme berücksichtigt werden – bei unsicherer Kenntnislage kann das hilfreich sein.

Neben der Suchzeile gibt es auch die Möglichkeit, die Suche zu transliterieren, also in eine andere Schrift zu übertragen – bei kyrillischen oder griechischen Texten ein nützliches Angebot. Das Symbol dazu sieht so aus: ViFaOst4

Dann gibt es noch die erweiterte Suche; die Dropdownmenus neben den einzugebenden Suchbegriffen bieten neben den üblichen Angaben (Autor, Titel, Schlagwort; ISBN, ISSN etc.) zusätzlich “Sprache” zur Auswahl:

Erweiterte Suche - mit Transliteratationsmöglichkeit für die einzelnen Zeilen.

Erweiterte Suche – mit Transliteratationsmöglichkeit für die einzelnen Zeilen.

 

Das Suchergebnis kommt übersichtlich daher:

Eine aufgeräumte und übersichtliche Ergebnisseite - Speichermöglichkeit ist für nmicht eingeloggte Nutzer ausschließlich die "temporäre Merklilste".

Eine aufgeräumte und übersichtliche Ergebnisseite – Speichermöglichkeit ist für nicht eingeloggte Nutzer ausschließlich die “temporäre Merklilste”.

Um an lizenzrechtlich eingeschränkte Angebote zu kommen, müssen Sie sich über Ihre Heimateinrichtung anmelden; dazu gehen Sie über “Anmelden” und kommen dann auf diese Seite; da können Sie schon mal schauen, ob Ihre Einrichtung – und damit auch Sie – auch berechtigt ist.

Die Liste der Zeitschriften zu osteuropäischen Themen, finden Sie dann hier - die rot markierten bieten keinen unbeschränkten Online-Zugang; hier greift wieder Ihre Anmeldung, Ihre Heimateinrichtung oder die Möglichkeit der Fernleihe.

Werbung in eigener Sache:

Das E-Book zur Reihe: Spezialbibliotheken. Eine Vorstellungsreihe

So sieht das Cover aus - das Bild dazu stammt aus der Public Library in Mystic, USA

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Thema 1914: Youtube-Kanal “Der erste Weltkrieg”

Da haben sich die Macher aber was vorgenommen: Viereinhalb Jahre lang, 100 Jahre nach dem Geschehen, wollen sie auf dem Youtube-Kanal “Der erste Weltkrieg” diesen nachzeichnen, Woche für Woche.

Jetzt zu Beginn sind einige Folgen mehr erschienen – um die Vorgeschichte zu erhellen drei Teile (Vorgeschichte Teil 1, Vorgeschichte Teil 2 und Vorgeschichte Teil 3). Weitere Specials sind angekündigt.

Der Journalist Christoph Krachten, Geschäftsführer von Mediakraft Networks,  sitzt nun  also jeden Donnerstag vor einer Karte des Europa von 1914 (später wohl von 1915 usw.?) und erzählt von den damaligen Geschehnissen. Eingeblendet werden Filmaufnahmen, die aus den Beständen der British Pathé War Archives stammen sowie Fotos von Personen und Ereignissen.

Die Kommentare zu den bisherigen Vidos sind großenteils positiv – eine solche Präsentation hätten sich manche in der Schule gewünscht, heißt es. Es gibt auch inhaltliche Debatten; von Seiten des Kanals werden Fragen beantwortet, die nach dem Video offenblieben. Sehr lobenswert.

Gavrilo Princip young

Gavrilo Princip

Manche Aussagen mögen nicht alle Interpretationsansätze oder Hintergründe berücksichtigen – ein Video von nicht mal sieben Minuten kann das auch nicht. So erfährt man über Gavrilo Princip, den Attentäter, trotz gegenteiliger Aussage, nicht wirklich viel. Aber der Überblick, den der Kanal insgesamt bietet, wiegt das Manko auf; für Einzelaspekte muss man ja erst mal ein Grundwissen haben.

Es gibt von diesem Kanal auch eine englische, eine polnische und eine türkische Version. Ledier kann ichd avon maximal den englischsprachigenen Kanal verfolgen, da ich weder polnisch noch türkisch beherrsche.

Ich habe den – deutschen – Kanal abonniert und werde verfolgen, was sich da im Laufe der kommenden viereinhalb Jahre tun wird. Ich finde ja, dass Christoph Krachten – und seine Kolleginnen der anderen Ausgaben – recht schnell spricht; aber man kann sich solch ein Video ja notfalls häufiger anschauen.

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Correct!V – Gemeinnütziges Rechercheportal gegründet

Das ist ja eine spannende Sache:

Der Journalist David Schraven hat das gemeinnützige Recherchebüro Correct!V gegründet- kress zitiert in seinem Beitrag die Selbsteinschätzung von “eine Antwort auf die Medienkrise” -, das investigative Recherche liefern soll.

1849 - Karikatur Die unartigen Kinder

Die Pressefreiheit gehört 1849 zu den unartigen Kindern, die der Schulmeister züchtigt. Wir haben da heute eine ander Einstellung; investigativer Journalismus ist für Demokratie unabdingbar.

Der Hintergrund: Für investigativen Journalismus fehlt oft das Geld in den Redaktionen – ein Schaden für das Informationsrecht von Bürgerinnen und Bürgern.

Correct!V will nun solchen investigativen Journalismus für Zeitungs- und Rundfunkredaktionen erbringen. Ein Hilfsmittel dazu: der anonyme Briefkasten. Für Informationen, die an die Öffentlichkeit gehören, deren Urheber aber nicht  dorthin wollen – aus welchen Gründen auch immer. Dazu gibt es dann Tipps, wie die Informationsübergabe auch wirklich anonym bleibt: ein Gerät ohne Zgangsbeschränung und dann ein USB-Stick o. Ä. oder mittels TOR-Technik.

Gemeinnützig klingt erst mal nach: Da kann ich als Rechercheurin oder Journalistin kein Geld verdienen. Stimmt nicht! Das Projekt wird über Stiftungsgelder, Mitgliedsbeiträge und Spenenden finanziert. Startkapital sind 3 Millionen Euro von der Brost-Stiftung in Essen. MItgliedsbeiträge sind ein weiteres finanzielles Standbein. Ein Anreiz: Mitglieder können nicht nur exklusiven Einblick in Rechercheunterlagen bekommen, sondern auch mitbestimmen, welchen Themen Correct!V nachgeht.  Spenden sind jederzeit willkommen. Da Correct!V als gemeinnützige Einrichtung gilt, sind Zuwendungen steuerlich abstzbar.

Wer also bei disem Projekt mitwirken will, hat mehrere Optionen – auch als Journalistin, denn Correct!V sucht Mitarbeiterinnen: Bewerbungen erwünscht.

Schon eine tolle Sache und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Profi-Wissen bietet  ja eher wissenschaftliche Recherchen an – ich bin keine Journalistin und werde da nicht mitmachen. Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen von Correct!CV aber auf jeden Fall viel Erfolg.

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Thema 1914: Radiotipps zum ersten Weltkrieg – WDR und Deutschlandfunk

Der erste Weltkrieg wird auch in den Medien ausführlich behandelt. So gibt es ab 12.7. auf WDR 3 eine Reihe zu Musik aus der Zeit. Sieben Länder nimmt sich die Senung “Variationen” vor:

  • 12.7.: England
  • 19.7.: FrankreichStuckhorn
  • 26.7.: Österreich
  • 2.8.: Polen und Ungarn
  • 9.8.: Deutschland
  • 16.8.: Russland
  • 23.8.: die skandinavischen Länder

Gut eineinhalb Stunden gehen die Sendungen dem, nach, was der Krieg mit dem Musikschaffen im Lande machte.

Auf WDR 5 – um bei einem meiner “Haussender” zu bleiben – ist der erste Weltkrieg vom 28.7. bis 1.8. Wochenthema; klar, am 1.8.1914 brach der Weltkrieg aus, zumindest in Deutschland. Schwerpunkt: Wie der erste Weltkrieg NRW, bzw. die Regionen, die heute NRW sind, veränderte.

Im Deutschlandfunk  geht am 2.8. Andreas Noll dem Einmarsch deutscher Truppen in Belgien nach und was heute davon geblieben ist. Eine Woche später, also am 9.8., gibt es ein Hörspiel über die Folgen der Schlacht von Verdun.

Es gibt noch mehr – vielleicht haben Sie ja auch einen Tipp?

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Suchmaschinenporträts: Personensuchmaschine Yasni

Obwohl – das ist ja eigentlich eine Irreführung (meinerseits ;-) ): Eine Suchmaschinen ist yasni ja gar nicht, auch wenn die Kurzbezeichnung “Personensuchmaschine” sich für diese Art von Diensten eingebürgert hat. Vielmehr handelt es sich um einen Aggregatoren, der im Netz frei verfügbare Informationsschnipsel hübsch aufbereitet und zusammengefasst auf einer Seite anbietet. Das jedenfalls bietet die dritte der Suchzeilen auf der Startseite an: Informationen über Personen.

Suchzeile, um Infroamtionen über einen Namen herauszufinden, die im Netz fei vefügbar sind

Suchzeile, um Informationen über einen Namen herauszufinden, die im Netz fei vefügbar sind.

Wenn ich hier einen Namen eintippe, bekomme ich nach Rubriken sortiert unterschiedliche Ergebnisse: Bilder, Daen aus sozialen Netzwerken, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Selbst bei meinem Namen, der nicht besonders häufig ist, gibt es da Einträge, die nicht zu mir gehören, sondern zu Namensschwestern irgendwo im deutschsprachigen Raum (mit “Köln” hinter meinem Namen wirds dann übersichtlicher – aber das hilft bei manchen Namen auch nicht weiter – Martin Schulz gibt’s auch in Recklinghausen mehrfach …):

Gut, dass bei den Netzwerk-Profilen die Ortsangabe dahinter stehen - da kann man direkt filtern

Gut, dass bei den Netzwerk-Profilen die Ortsangabe dahinter stehen – da kann man direkt filtern

Ganz oben findet sich eine Anzahl von Stichwörtern, die mit dem Namen verbunden sind – teils zu mir gehörend, teils nicht. Der Zensur-Button rechts und bei den Bildern oben scheint zu funktionieren: Ich habe eines der Profilbilder “zensiert” und bei der nächsten Suche ist es nicht wieder aufgetaucht. Was für Möglichkeiten …

Aber mal ehrlich: Das Bild ist nach wie vor im Netz unterwegs und kann gefunden werden (über Cache-Funktionen, über die Waybackmachine). Andererseits, wenn ich hingehe und versuche, eine Telefonnummer zu löschen, dann werde ich gefragt, ob ich dazu berechtigt bin. Bin ich, klar, oder? Es geht ja um meine – alte – Telefonnummer.

Ich habe eine Telefonnumer zensiert ...

Ich habe eine Telefonnumer zensiert …

Da wird mir zugesichert, meine Telefonnummer komme auf eine Liste zu löschender Telefonnummern für EU-Nutzer; in den USA und weltweit darf das Ergebnis weiter ausgewiesen werden? Übrigens hat sich Yasni mit dem blauen Bestätigungslink aufgehängt …  Also ob das so klappt? Und vor allem: Ich hätte da jetzt auch eine andere Telefonnummer “löschen” lassen können – bei Fritz Müller oder Greta Schulze oder wasweißich. An eine echte Löschung ist unter diesen Umständan ja wohl nicht zu denken. Und außerdem:

Yasni bietet auch ganz professionell Datenlöschungen an – das kostet dann  aber.

Wer auf der Startseite von Yasni in die oberen Suchfelder was eingibt, bekommt zu einem bestimmten Stichwort seine “Wettbewerber” gezeigt – und zwar egal, welches der Suchfelder (“ich suche Personen zu …” oder “ich kann/biete …”) man nutzt – die Ergebnisse sind identisch. Diese beiden oberen Suchfelder halte ich für nicht sinnvoll.

Kritik

Yasni kan einem einen Überblick darüber verschaffen, welche Informationen im Netz frei verfügbar sind – zu einem Namen, nicht zu einer Person. Den jeweiligen Anteil muss man selbst raussuchen, denn dass ein Name nur ein einziges Mal vorkommt, ist unwahrscheinlich. Die vorgebliche Möglichkeit, Daten zu löschen, macht auf mich einen unseriösen Eindruck – es kann sich nur um eine Filterfunktion von yasni handeln, so dass die Ergebnisse hier nicht mehr auftauchen. Und das sagt genau nix über deren weiterexistenz im Internet aus.

Yasni ist keine Suchmaschine -

Um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Einzelheiten zu einer Person im Internet frei  zu erhalten sind, kann das ein Augenöffner sein – um gezielt belastbare Informationen zu einer Person zu finden, tendiere ich dazu, die einzelnen Suchergebnisse meiner Suchmaschine(n) durchzuschauen. Übrigens sieht das auch die Suchfibel so …

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Nachrichten von vor 100 Jahren – aera magazin

Wollen Sie wissen, was an den Höfen Europas vor 100 Jahren passierte? Bitte schön: aera magazin – breaking history bringt die Nachrichten des Tages – mit 100-jähriger Verspätung online. Hier geht es um Nachrichten von Hofe,aber auch zu Politik, Kultur und Gesellschaft und Wirtschaft gibt es die – damals – neuesten Berichte. “Kaiser TV” bietet zur Zeit nur einen Beitrag und “Mode” sowie “Die neue Wohnung” sind noch leere Rubriken – immer mal wieder vorbeischauen könnte sich lohnen.

Schön sind auch die Werbeanzeigen, die rechts immer neu eingespielt werden. Sooo viel hat sich da nicht geändert ;-) .

EncycBrit1913.jpg

Werbung für die Encyclopaedia Britannica von 1913

Den Tipp habe ich von Wibke Ladwig von Sinn und Verstand - vielen Dank dafür.

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Thema 1914: Tagebucharchiv

Nein, im Deutschen Tagebucharchiv werden natürlich nicht nur Tagebücher aus dem ersten Weltkrieg aufbewahrt, sondern aus vielen Jahren. Doch wird hier am 27.6.2014 – einen Tag vor dem 100. Jahrestag der Ermordung von Kronprinz Franz Ferdinand in Sarajevo – ein Tagebuchprojekt besonderer Größe vorgestellt; ein guter Anlass, um auf diese Einrichtung hinzuweisen.

August Müller Tagebucheintrag

Tagebuch zu schreiben ist keine längst vergangene Sitte – auch heutzutage notieren viele Menschen, was sie bewegt. Manches davon mag sich später ebenfalls im Tagebucharchiv finden, als Quelle für die Forschung

Kurz zum Projekt: Die Autoren Herbert Kapfer und Lisbeth Exner haben in den Tagebuchbeständen geforscht (davor stand die Arbeit, die rund 200 Tagebücher zu verschlagworten und ggfs. zu transkribieren!) und eine Collage erstellt, in der vielfältige Stimmen schildern, was sie im Jahr 1914 erlebt haben: Militärangehörige aller Chargen, aber auch Seelsorger und Angehörige von Soldaten und Offizieren. Seit dem 18.6.2014 ist der erste von drei geplanten drei Bänden der “Verborgenen Chronik” erhältlich und wird  am 27.6.2014 im Bürgersaal des Rathauses in Emmendingen vorgestellt. (Zum Buch gibt’s dann noch mal mehr auf der Kölner Leselust)

Das Tagebucharchiv sammelt seit 1998 nicht nur Tagebücher sondern auch private Briefwechsel und Lebenserinnerungen. Diese zur Zeit rund 12.500 Zeitzeugnisse vom 18. bis ins 21. Jahrhundert werden zu Recherchezwecken zugänglich gemacht – durch Verschlagwortung und Transkription. Hier recherchieren z. B.:

  • Journalisten
  • Autoren von Sachbüchern und Romanen
  • Historiker
  • Soziologen
  • Studenten

Es gibt Projekte für Schulklassen – Geschichte persönlich sozusagen.

Geregelt wird das Angebot durch die Nutzungsordnung. Anfallende Kosten für Vorabrecherchen, Unterstützung vor Ort und Kopien regelt die Gebührenordnung.

Finanziert wird der Veren von verschiedenen Stellen - von der Stadt Ememrdingen über das Land Baden-Württemberg bis hin zu Einzelspenden.

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Suchmaschinenporträts – Heute: DuckDuckGo

Google kennen wir alle – es gibt aber noch mehr Suchmöglichkeiten im Internet. In dieser Reihe stelle ich Ihnen in kurzen Porträts weitere Suchmaschinen vor. Heute: DuckDuckGo.

DuckDuckGo hat als Favicon einen charmanten Erpel zu bieten – aber das ist noch nicht alles. Die Suchmaschine bietet außerdem anonyme Suchen; die ausführliche Version für den Privatsphäreschutz schildert, wie das funktioniert. Wichtig dabei: Die Suchbegriffe werden nicht übermittelt – so wird zwar der Besuch einer Website auf der Zeilseite registiriert, aber nicht die Suche, die dahin geführt hat. Hübsch dazu sind diese illustrierten Erklärungen: Dontbubble.us und Donttrack.us

Die Ergebnisseite einer Suche zeigt die Quellen direkt an und zwar unterhalb von Link und Snippet:

Diese Quellenanagabe birgt dann noch eine Besonderheit

Diese Quellenanagabe birgt dann noch eine Besonderheit

Wenn es mehrere Ergebnisse aus einer Quelle gibt, kann man sie sich anzeigen lassen:

Alle Ergebnisse aus einer Quelle gebündelt.

Alle Ergebnisse aus einer Quelle gebündelt.

Dier Ergbnisse werden in einer einzigen langen Liste ausgegeben – kein Blättern nach 10 Ergebnissen nötig :-)

DuckDuckGo bietet Nutzern die Möglichkeit, ihr Wissen miteinzubringen.

Bei mehrdeutigen Begriffen werden mehrere Optionen auf der Ergebnisseite angeboten (ähnlich wie bei Wikipedia die Seiten zur Begriffserklärung):

DuckDuckgos Beispiel: Was kann alles mit "orange" bezeichnet werden.

DuckDuckgos Beispiel: Was kann alles mit “orange” bezeichnet werden.

Ich habs mal mit “Bank” versucht:

und habe oben eine Leiste mit ankllickbaren Begriffserläuterungen erhalten

und habe oben eine Leiste mit ankllickbaren Begriffserläuterungen erhalten

Mit der Auswahl von “Bood Bank” bekam ich die dann relevanten Ergebnisse:

Nun kann ih die passenden Treffer durchsuchen

Nun kann ich die passenden Treffer durchsuchen

Die DuckDuckGo-Community sucht immer noch Leute, die  helfen, schnelle Antworten zu finden oder die bei der Übersetzung mitarbeiten. Der Schwerpunkt liegt gerade bei etwas komplexeren Suchen (s. mehrdeutige Begriffe) auf amerikanischen Seiten – für die meisten “normalen” Anfragen aus Beruf, Freizeit usw. ist DuckDuckGo aber eine gute Alternative zu Google.

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Suchmaschinenporträts – heute: Ecosia

Google kennen wir alle – es gibt aber noch mehr Suchmöglichkeiten im Internet. In dieser Reihe stelle ich Ihnen in kurzen Porträts weitere Suchmaschinen vor. Heute: Ecosia

Wenn mans genau nimmt, könnte man auch Ecosia als Metasuchmaschien bezeichnen, denn sie greift auf mehr als eine, nämlich zwei Quellen zu: Yahoo und Bing.  Eigene Algorithmen sorgen  – nach eigener Aussage – für eine Optimierung der gesammelten Treffer. Den Anfang einer Trefferseite machen die Anzeigen:

Die ersten drei Links sind Werbung - die Ergebnisse danach sind gut ;-)

Die ersten drei Links sind Werbung – die Ergebnisse danach sind gut ;-)

Nun ja, die Werbung dient in diesem, Fall ja auch einem guten Zweck. Bei den Suchergebnissen kann ich entscheiden, ob ich bei Online-Käufen Ecolinks nutze – das sieht dann so aus:

Manche Anbieter unterstützen Ecosias Baumpflanzaktion aktiv - das kann bei Online-Einkäufen eine Entschedungshilfe sein.

Manche Anbieter unterstützen Ecosias Baumpflanzaktion aktiv – das kann bei Online-Einkäufen eine Entschedungshilfe sein.

Inhaltlich bietet Ecosia gute Treffer; die Zusammenführung der beiden  – anderen – großen Suchmaschinen mit eigenen Algorithmen scheint also zu funktionieren ;-)

Ein eigenes Blog ist ebenfalls vorhanden – hier werden Firmeninfos oder Tipps zu ökologischen Themen veröffentlicht.

Wer also Yahoo- und/oder Bing-Ergebnisse sehen will, kann hier beides bekommen und noch was fürs ökologische Gewissen tun. Nähere Einzelheiten zu dem Aspekt der Nahhaltigkeit, resp. der Ökobilanz gibt es bei der Ecosia-Seite bei Wikipedia unter Kritik – der von Yahoo und Bing/Microsoft vernachlässigte Aspekt der Nachhaltigkeit wird bei Ecosia durch den Ankauf von CO2-Emmissionszertfikaten berücksichtigt.

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