Sammlungen in Bibliotheken – SLUB Dresden

Dem Vorspann zum Thema “Sammlungen in Bibliotheken” kann ich mir an dieser Stelle wohl sparen – Sie haben ja Gelegenheit, ihn in den beiden vorangegangenen Beiträgen nachzulesen ;-). Heute ist die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) – in Dresden dran.

Industriedesign, Gebauchsgraphik und Technikgeschichte gehören zu den Sondersammelgbieten der SLUB Dresden – meine Assoziation war da gleich “Bauhaus” ;-), aber die Zuordnung für Technikgeschichte gibt es erst seit 1998 und die Sammlung von Publikationen zu Kunst, Fotografie und Design hat ihren Schwerpunkt bei  Werken nach 1945 – falsch geraten ;-)

Hübsch stellen sich hier die „Kollektionen“ dar, wie die digitalisierten Sammlungen in der SLUB genannt werden. Wenn man auf  „Digitale Sammlungen“ klickt erscheinen Abbildungen und  kurze Titel in einer Galerie-Ansicht; fährt man mit der Maus darüber, sieht man nicht nur den Titel, sondern auch eine Info zur Bestandsgröße.

Die  Kachel mit dem roten Feld ist per Mouse-Hub hervorgehoben und zeigt den Bestand dieser  Sammlung an

Die Kachel mit dem roten Feld ist per Mouse-Over hervorgehoben und zeigt den Bestand dieser Sammlung an

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sammlungen sind sehr unterschiedlich groß – das Bildchen zur Maya-Handschrift führt zu genau einem Titel ;-). Dagegen umfasst die Sammlung Saxoniae über 6000 Digitalisate. Da digitale Sammlungen in ständiger Bewegung sind, kann man den RSS-Feed abonnieren, um über Aktualisierungen der digitalisierten Sammlungen der SLUB Dresden auf dem Laufenden zu bleiben.

Suchmöglichkeiten in den Sammlungen der SLUB Dresden

Klickt man eine der Sammlungen an, öffnet sich ein neues Fenster, in dem nach einer kurzen Beschreibung der Sammlung unmittelbar die alphabetische Auflistung der vorhandenen Titel beginnt. Bei Sammlungen von unter 100 Titeln reicht dies oft schon zur Recherche aus; sonst gibt es aber auch noch ein Suchkästchen auf der rechten Seite, in das Suchbegriffe eingegeben werden können. Die Suche kann in den “Metadaten” – also den bibliographischen Angaben – oder im Volltext durchgeführt werden.

Hier habe ich Naturgeschichte in den Metadaten gesucht ....

Hier habe ich Naturgeschichte in den Metadaten gesucht ….

 

 

 

 

 

... und hier in den Volltexten - 30 Treffer vs 88, mit anderen Worten, eine gute Filtermöglichkeit

… und hier in den Volltexten – 30 Treffer vs 88, mit anderen Worten, eine gute Filtermöglichkeit

 

 

 

 

 

 

Dass Digitalsate aufwendig sind und Zeit brauchen, habe ich ja schon mehrfach betont; an der “Bibliotheca Gastronomica” wird das noch mal schön deutlich: Sie umfasst 3800 Druckwerke – davon sind gerade (August 2016) 400 Bände digitalisiert.

Zu den Sammlungen gehören auch Bestände anderer, teils wohl aufgelöster, Bibliotheken, die als eigener Korpus im Bestand der SLUB geführt werden. Ein Schwerpunkt der Sammlungen in Dresden liegt – wie oben schon erwähnt – bei eher modernen* Themen: Industriedesign, Gebrauchsgraphik, Technikgeschichte und zeitgenössische Kunst.

*Die Rechtschreibkontrolle moniert dieses Wort und schlägt “modernden” vor …

Mediathek

Neben den „normalen“ Sammlungen gibt es in der SLUB auch eine Mediathek, in der Video- und Audiosammlungen zu finden sind. So ist zum Beispiel der Wiederaufbau der Frauenkirche dokumentiert. Die Überschrift „800 Jahre Thomanerchor“ ist dagegen wohl nicht wörtlich zu nehmen; Sie finden hier aber Aufnahmen des berühmten Knabenchors mit einem gewissen Schwerpunkt auf der Zeit von 1900-1937. Erst nach der Wende erhöht sich die Anzahl der dokumentierten Aufnahmen deutlich.

Der Zeitstrahl mit den Daten der verfügbaren Aufnahmen des Thomanerchores

Der Zeitstrahl mit den Daten der verfügbaren Aufnahmen des Thomanerchores

 

Alle Angaben zu eienr solchen Aufnahme: Datum, Dirigent, mitwirkende Künstler und die unterschiedlichen Nummern, die ein solches Werk  in der SLUB auffindbar machen

Alle Angaben zu einer Aufnahme: Datum, Dirigent, Plattenfirma, mitwirkende Künstler und die unterschiedlichen Nummern, die ein solches Werk in der SLUB auffindbar machen

 

Die SLUB Dresden bietet ihre große Vielzahl an Sammlungen ansprechend und weitgehend selbsterklärend dar – wenn Sie also was zu “ihren” Themen brauchen, werden Sie sich rasch zurechtfinden.

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Beitrag zur Blogparade „Vernetze Dich“

Mosskresse3kleinAlexander Liebrecht hat in seinem Blog zu einer Blogparade aufgerufen, die das Ziel des Vernetzens im Titel trägt: „Vernetzte Dich und stelle zwei Blogs Deiner Nische vor“ . Da mache ich gerne mit, doch was genau ist meine Nische? Seit ich den Schwerpunkt Seminare in mein Portfolio aufgenommen habe, fühle ich mich Blogs zu Themen wie Erwachsenen- und Weiterbildung sehr verbunden, andererseits sind auch bibliothekarische Blogs für mich von Interesse, da ich dort quasi meinen Input her bekomme. Denn meine Seminare behandeln eben sowohl Internet- als auch Literaturrecherche. Also stelle ich Ihnen heute ein Blog aus jedem dieser Bereiche vor.

Netz.Kultur.Lernen

Im Jahr 2012 habe ich bereits ein Blog von Beatrice Krause vorgestellt – da ging es um Recherche. Seit 2014 betreibt die Ausbilderin zu Internetthemen ein weiteres Blog: Netz. Kultur. Lernen. Themenschwerpunkt ist hier die Nutzung von Internet und Social Media fürs Lernen und Lehren. Dazu gehören praktische Tipps, wie und wo man für bestimmte Lehrmethoden verlässliche Quellen im Internet findet genauso wie Rechtsfragen. Beatrice Krause ist eine ausgewiesene Fachfrau, deren Blogs zu folgen mir im Laufe der Zeit einige Erkenntnisse eingebracht hat.

Die Stadtbibliothek Köln bloggt

Ja zugegeben, die Stadtbibliothek Köln ist keine wissenschaftliche Bibliothek. Doch sie ist quasi meine Hausbibliothek und deshalb stelle ich ihr Blog hier vor. Zum einen geht es hier um Themen, die die Stadtbibliothek Köln direkt betreffen, seien es Auszeichnungen, Veranstaltungen oder der Hinweis auf Schließungen einzelner Stadtteilbibliotheken. Daneben sind die Bloggerinnen und Blogger des Accounts für jede Menge aktuellen Spaß zu haben, sei es, dass sie wie gerade kleine Pokémon-Figuren in den Regalen verstecken oder Smoothie-Rezepte vorstellen. Sie erstellen Erklärvideos für technische Geräte, die in der Stadtbibliothek genutzt werden können, wie den 3D-Scanner oder das Gerät, um VHS-Kassetten zu digitalisieren.

Die meisten wissenschaftlichen Bibliotheken, denen ich per RSS-Feed folge, sind Universitätsbibliotheken und haben, ähnlich wie die Stadtbibliothek Köln, oft lokale oder universitätsbezogene Beiträge, wie zum Beispiel Stellenausschreibungen oder Hinweise auf technische Probleme auf dem Campus. D. h. im Grunde, dass ich den Blogs der einzelnen Bibliotheken stark gefiltert folge, denn mein Interesse liegt vor allem darin, neue Informationen über Kataloge, Weiterentwicklung von Suchmöglichkeiten und andere bibliothekarische Entwicklungen zu bekommen.

Ein Dank geht an Alexander Liebrecht für die Idee zu dieser Blogparade; mich mehr zu vernetzen, steht jetzt ganz klar auf der Agenda.

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Interview mit Marvin Bittner

Marvin Bittner ist ein sehr junger Autor aus Hagen, der schon ein paar Bücher vorgelegt hat – das erste bereits als Teenager. Also ein junger Mann, der mit dem Internet und seinen Angeboten aufgewachsen ist. Wie recherchiert ein solcher Autor?

Was machen Sie beruflich?

– Ich bin seit 2013 als Schriftsteller tätig, der sich auf die Genre Fantasy und Kriminalistik spezialisiert hat.

Welcher Art war die Ausbildung zu Ihrem Beruf? (Studium, Lehre, was Kombiniertes, Quereinstieg)

– Den Weg in die Schriftstellerei habe ich über den Quereinstieg gewagt. Dadurch, dass ich immer gerne geschrieben – bereits in der Grundschule – und gelesen habe, habe ich versucht, im deutschen Buchmarkt Fuß zu fassen.

Welche Kenntnisse und Erfahrungen benötigen Sie für Ihre Tätigkeit?

– Um meine Berufung ausüben zu können, benötige ich neben dem Schreiben einen roten Faden, mit der Frage: „Wo will ich mit der Geschichte hin? und „Wie kann ich die Leserschaft am besten unterhalten?” Um diese beiden Fragen beantworten zu können, arbeite ich in meine Geschichten reale Elemente ein. Für diese Einarbeitung benötige ich gute Kenntnisse in der Recherchearbeit.

Wie sieht Ihre Weiterbildungsstrategie aus?

Durch Gespräche mit Verlegern, Buchhändlern und Autorenkollegen, die ich durch die Buchmessen, aber auch durch Lesungen und Veranstaltungen, kennengelernt habe, weiß ich meistens, was auf dem deutschen Buchmarkt gefragt ist. So kann ich mich beim Schreiben gezielter auf neue Genres einlassen.

Müssen Sie für die alltägliche Arbeit oder für grundsätzlich für Ihr Know-How regelmäßig aktuelle Informationen besorgen?

– Diese Frage kann ich per se nicht beantworten, da sich die Einholung von aktuellen Informationen, etc. von Projekt zu Projekt unterscheidet.

Gehörte die Vermittlung von Suchmethoden zu Ihrer Ausbildung?

– Nein, die Vermittlung von Suchmethoden gehörte nicht zu meiner Ausbildung, da ich kein Literaturstudium vollendet habe, bevor ich den Weg in die Schriftstellerei gesucht habe.

Das Autorenfoto von Marvin Bittner

Das offizielle Autorenfoto von Marvin Bittner

Wo sind Ihre Anlaufstellen, wenn Sie etwas suchen? (Kolleginnen, Bücher, öffentliche Stellen, Fachzeitschriften,  Internet oder noch was anderes)

– Wenn ich ein neues Projekt beginne und dazu einige Informationen zu Orten, Gebäuden benötige, recherchiere ich im Internet oder auch in Büchern. Ggf. spreche ich auch mit Autorenkollegen.

Wenn Sie im Internet suchen: Welche Mittel nutzen Sie? (Suchmaschinen, (Fach)Foren, Wikipedia, (Fach)Datenbanken, Bibliotheksangebote)

Bei der Recherche im Internet bevorzuge ich meistens Angaben aus Suchmaschinen wie Google und dem Online-Lexikon Wikipedia.

Hat sich Ihre Form der Informationsbeschaffung in den letzten Jahren geändert? Wenn ja, wie und warum?

– Ja, die Informationsbeschaffung hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Durch die sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram) ist es einfacher denn je geworden, um Information schnell und einfach zu erhalten.

Ist das Internet für Sie eine hilfreiche Einrichtung?

– Das Internet ist für mich eine hilfreiche Einrichtung. Vor allem aber die sozialen Netzwerke, wie Facebook helfen dabei, sich mit Autorenkollegen und Verlegern schnellstmöglichst auszutauschen.

Gibt es zu Ihrem Bereich viele Informationsmöglichkeiten im Netz?

– Ja, die gibt es. Google und Wikipedia helfen schon sehr. Aber auch das persönliche Gespräch mit Historikern und Bibliothekaren, das ich hin und wieder bevorzuge, hilft ebenso so sehr.

Haben Sie eine Suchstrategie entwickelt, die Sie verlässlich zu den benötigten Quellen führt?

– Da ich sehr oft realitätsnah schreibe, suche ich immer wieder zu einzelnen Bruchstücken Informationen, die zusammen ein Bild oder auch den roten Faden ausmachen.

Haben Sie mal bei einer Recherche ein  besonderes Highlight erlebt?

– Besonders spannend ist es, wenn man wie ich z. Zt. neu das Genre Biographie behandelt und bei der Recherche bemerkt, das alle Figuren auf eine zurückgehen. Es wirkt also wie ein Tunnel, der mit einer Person anfängt und mit derselben wieder endet.

Social Media als Recherchehilfe – ein wahrscheinlich weit verbreiteter Trend in der Alterskategorie von Marvin Bittner, der Mitte der 90-er zur Welt kam.

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ZB MED muss aus der Leibniz-Gemeinschaft ausscheiden

Am 24.6.2016 war die Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz  (GWK), in der über die Zukunft der ZB MED als “Leibinz-Informationszentrum  Lebenswissenschaften” entschieden wurde. Nur knapp drei Jahre wird sich die ZB MED dann also als Leibniz-Informationszentrum gehalten haben – von 2014 bis Ende 2016:

Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin, Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften (ZB MED), Köln, erfüllt die Voraussetzungen für die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern nicht mehr. Daher scheidet die ZB MED mit Ablauf des Jahres 2016 aus der gemeinsamen Förderung aus. (PM der GWK vom 24.06.2016)

Daran hat auch die Aktion #keepzbmed mit ihrer Petition und den daraus resultierenden vielen Beiträgen in unterschiedlichen Medien nichts geändert.

Die Ergebnisseiten von LIVIVO, dem Katalog der ZB MED, bieten zahlreiche Filtermöglichkeiten, Zusatzmaterialien etc. - die Recherche ist leicht verständlich und der Zugang ebenfalls.

Die Ergebnisseiten von LIVIVO, dem Katalog der ZB MED, bieten zahlreiche Filtermöglichkeiten, Zusatzmaterialien etc. – die Recherche ist leicht verständlich und der Zugang ebenfalls.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immerhin aber steht diese zentrale Einrichtung zur Vermittlung von medizinischer und anderer Fachliteratur aus unterschiedlichen Bereichen der “Lebenswissenschaften” (Agrar, Umwelt, Ernährung) nicht vollständig vor dem Aus, wie es am Anfang mal schien. Das Land NRW und das Bundesgesundheitsministerium arbeiten gemeinsam an einer Lösung. Sinnvollerweise, denn innerhalb Deutschlands gibt es einen solchen Bestand an Literatur nicht noch mal. Und wenn auch alle immer auf die neuesten Publikationen schielen – der Altbestand ist so was von wertvoll für die Forschung! Beispiel aus meiner Erfahrung: enges Orchideenthema, alle berufen sich auf eine Publikation aus den 30ern, die erste zum Thema überhaupt. Also bekommt der Kunde die auch – und stellt fest, dass seit den 50ern keiner mehr reingeguckt hat, denn der Abschreibefehler aus dieser Nachkriegspublikation wurde munter immer weitergenutzt …

Das wirklich Blöde an dem Ganzen ist, dass die ganze Verunsicherung dazu geführt hat, bereits angelaufene Prozesse der Umstrukturierung (die ja von der Leibniz-Gemeinschaft gefordert wurden und die grundsätzlich sinnvoll sind) wie eine neue Leitung dadurch zu verschieben –  und die werden jetzt nach aller Erfahrung mit solchen Berufungsprozessen auch noch eine Weile auf sich warten lassen. Wenn es denn tatsächlich um den Wettbewerb in der Informationsverbreitung gehen soll (was ich nicht so sehe) hat die ZB MED auf diese Weise jetzt noch mal schlechtere Karten als im März auf diesem “Markt”.

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Heute vor 100 Jahren, am 24.6.1916,  schrieb Sir Wilfrid Bliss Spender an seine Frau, Lady Lillian Spender. Es handelt sich um irische Adlige, die die Politik in Irland nicht nur beobachteten, sondern mitgestalteten. Eine schwierige Sache, wenn man selber an der Front sitzt und nicht weiß, ob man da lebend rauskommt …

 

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Sammlungen in Bibliotheken – USB Köln

Neben den von mir schon ausführlich vorgestellten Spezialbibliotheken bieten besonders Universitätsbibliotheken auch spezielle Sammlungen an. Sie gehören zum Bestand einer Bibliothek, sind aber oft in eigenen Teilkatalogen recherchierbar und können Dokumente zu einer einzelnen Person, zu Familien, zu regionalen Themen oder auch zu historischen Ereignissen umfassen.

Die USB Köln (Universitäts- und Stadtbibliothek Köln) bietet auf ihrer Einstiegsseite zu den Sammlungen zwei Zugangsmöglichkeiten: alphabetisch und systematisch:

Systematisch: Je nach Bestand öffnet sich unter der Kategorie eine mehr oder weniger lange Liste mit Sammlungsnamen

Systematisch: Je nach Bestand öffnet sich unter der Kategorie eine mehr oder weniger lange Liste mit Sammlungsnamen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alphabetisch: Die für die Sortierung relevanten Bezeichnungen sind im namen der Sammlung jeweils fett gedruckt

Alphabetisch: Die für die Sortierung relevanten Buchstaben sind im Namen der Sammlung jeweils besonders groß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige der Sammlungen tauchen in der systematischen Übersicht mehrfach auf, z. B. wenn es sich um eine digitalisierte historische Sammlung handelt, wie die Sammlung Westerholt, in der ich zu meinem Thema “Mädchenliteratur” glatt noch ein paar schöne Beispiele finden kann :-)  – also bei “Digitale Sammlungen” und “Historische Sammlungen”.

Suchen kann man in den Sammlungen jeweils in einem Suchfeld in der Kopfzeile:

Neben der einfachen Suche gibt es auch einen Button zur Erweiterten Suche

Neben der einfachen Suche gibt es auch einen Button zur Erweiterten Suche

Ein paar Beispiele aus den Sammlungen:

Bei den Königsberger Dissertationen handelt es sich um ca. 1000 Dokumente, die im Rahmen eines Hochschulschriftentauschs von Ende des 19. Jahrhunderts an in Köln landeten (die Universität in Königsberg ist zusammen mit der Stadt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs niedergebrannt, damit wurde auch die Bibliothek vernichtet). Die Dissertationen wurden digitalisiert und sind so auf den Seiten der USB Köln einsehbar. Die Bandbreite ist groß – ich hab, welch ein Zufall – mir vor allem sprach- und literaturbezogene Texte angeschaut, aber die Trefferliste für das Stichwort “Chemie” ist eindeutig länger. Der Zeitgeschmack macht sich dann auch  im Druckbild kenntlich – z. B. der Jugendstil:

Bei dieser Diss über ein mittelenglisches Versepos ist nur der Titel in Jugenstil-Lettern; es gibt aber auch welche, wo es soolche Buchstaben im Textkorpus gibt. Links sieht man, an welcher Stelle des Digitalisats man sich befindet, unten kommen die Sachinfosrmationen zum Text inder USB Köln

Bei dieser Diss über ein mittelenglisches Versepos ist nur der Titel in Jugenstil-Lettern; es gibt aber auch welche, wo es solche Buchstaben im Textkorpus gibt. Links sieht man, an welcher Stelle des Digitalisats man sich befindet, unten kommen die Sachinfosrmationen zum Text in der USB Köln

 

Totenzettel-Sammlung – rund 5000 Totenzettel, Leichenzettel, Totenbildchen oder Sterbezettel finden sich in der USB Köln. Im 17. Jahrhunderts wurden die ersten dieser Gedenkblättchen bei Todesfällen gedruckt. Sie spiegeln den jeweiligen Zeitgeschmack in Hinblick auf Bildästhetik und “erbauliche Texte” wider; neben wunderschön illustrierten Exemplaren, finden sich in der Sammlung aber auch einfach Todesanzeigen jüngerer Zeit aus der Zeitung.

Die Zettel werden mit Innen- und Außenseite digitalisiert, so dass zwei Bilddokumente entstehen; hier handelt es sich um die Außenseite des Totenzettels für ein Frau, die im Alter von nur 25 Jahren starb.

Die Zettel werden mit Innen- und Außenseite digitalisiert, so dass zwei Bilddokumente entstehen; hier handelt es sich um die Außenseite des Totenzettels für eine Frau, die im Alter von nur 25 Jahren starb.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bibliothek Jürgen Scholle Nach dem Tod ihres Mannes hat die Witwe von Dr. Jürgen Scholle seine über 1000 Werke umfassende Bibliothek der USB Köln übergeben. Der 2006 verstorbene Gynäkologe sammelte vor allem “schöne” Bücher – also Werke, die in besonderer Weise gedruckt und gebunden sind. In Zusammenarbeit mit einer Buchbinderei sorge er außerdem dafür, dass die Einbände bspw. fachgerecht restauriert und repariert wurden. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Titeln des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und umfasst dabei belletristische Werke genauso wie z. B. Reiseschilderungen. Die Privatbibliothek ist unter einer eigenen Signatur – “SCHO” – im Bestand der USB erfasst und kann im Lesesaal eingesehen werden.

Mit solchen "Wolken" ist der Bestand der Bibliothek Jürgen Scholle erschlossen. Klickt man einen begriff an, kommt man zur Ergebnisseite der USB, bei der je nach Schriftgröße des Begriffs ein oder mehrere Titel aufgeführt werden

Mit solchen “Wolken” ist der Bestand der Bibliothek Jürgen Scholle erschlossen. Klickt man einen Begriff an, kommt man zur Ergebnisseite der USB, bei der je nach Schriftgröße des Begriffs ein oder mehrere Titel aufgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klappt man den Eintrag zu einem Titel aus der Sammiung Jürgen Scholle auf, bekommt man auh die Signatur "SCHOLL"

Klappt man den Eintrag zu einem Titel aus der Sammlung Jürgen Scholle auf, bekommt man auch die Signatur “SCHO” – und “Lesesaal” als Ausleihmöglichkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sammlungen der USB Köln sind vielfältig und reichen thematisch von Buchkunst und Numismatik bis zu Betriebswirtschaftslehre (ein ehemaliges Sondersammlegebiet der USB Köln). Das Europäische Dokumentationszentrum, das in der Listen auch genannt wird, ist mal einen eigenen Beitrag wert ;-)

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Thema 1914 – 10.6.1916

Scheinbarer Fortschritt bei der Schlacht um Verdun – die Erstürmung eines starken feindlichen Feldwerks schafft es in eine Sonderausgabe der Karlsruher Zeitung:

Ein Ausschnitt aus der Sonderausgabe vom 10.6.1916 - 22 Maschinengewehre als Grund zum Jubeln ...

Ein Ausschnitt aus der Sonderausgabe vom 10.6.1916 – 22 Maschinengewehre als Grund zum Jubeln …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Solche Funde zu Thema 1914 erschüttern mich immer etwas. Und bei “Feste Vaux” muss ich sehr an das Buch “Opfergang” von Fritz von Unruh denken, in dem ich einer Gruppe junger Männer in den Untergang folge – das Buch war zwar schon 1916 fertig, durfte aber erst in den 20ern erscheinen und wurde dann 1933 gleich wieder verb(r)annt.

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Sammlungen in Bibliotheken – ULB Düsseldorf

Neben den von mir schon ausführlich vorgestellten Spezialbibliotheken bieten besonders Universitätsbibliotheken auch spezielle Sammlungen an. Sie gehören zum Bestand einer Bibliothek, sind aber oft in eigenen Teilkatalogen recherchierbar und können Dokumente zu einer einzelnen Person, zu Familien, zu regionalen Themen oder auch zu historischen Ereignissen umfassen.

In loser Folge werde ich Ihnen in den nächsten Beiträgen die Sammlungen verschiedener Bibliotheken vorstellen und Sie über die Recherchemöglichkeiten informieren.

Thomas-Mann-Sammlung der ULB Düsseldorf

Beginnen möchte ich mit der Universitäts-und Landesbibliothek Düsseldorf (ULB Düsseldorf). Für mich als Literaturwissenschaftlerin ist hier besonders die Thomas-Mann-Sammlung interessant. Neben Büchern von Thomas Mann in verschiedenen Übersetzungen finden sich hier auch Zeitungsausschnitte aus mehreren Jahrzehnten, die sich mit Thomas Mann, seiner Familie und allem rund um seine Werke befassen.

Einen Überblick über den Bestand kann man sich – wie es der Name schon verrät – auf der Seite Bestandsübersicht verschaffen; das ist insofern sinnvoll, dass man nicht in Versuchung gerät, drauflos zu recherchieren und dabei Anfragen abzusenden, die hier nicht zu Ergebnissen führen können. Eine andere Seite, um sich über die Recherchemöglichkeiten der Sammlung zu informieren ist die der Fachsystematik - die find ich für einen ersten Überblick sogar noch übersichtlicher.

Den Satz "Klicken Sie auf ..." habe ich erst überlesen - die Zahl zum Anklicken ist dann  ein bisschen entfernt ;-)

Den Satz “Klicken Sie auf …” habe ich erst überlesen – die fett markierte Zahl zum Anklicken ist dann ein bisschen entfernt ;-). Und man muss genau die Zahl nicht nur das Feld anklicken

 

  • Bei der Indexsuche gibt es nach Eingabe von Suchbegriffen erst mal eine Liste mit möglichen Titeln/Suchwortkombinationen, aus denen man auswählen kann.
  • Die Expertensuche ist genau das – hier ist die Kommandosprache ALEPH erforderlich – es gibt dazu Hilfestellung, aber effizient ist für Normalsterbliche anders ;-)

Der Bestand ist im Sonderlesesaal der ULB Düsseldorf (für Ortskundige: Lesegeschoss 01) einsehbar und nicht entleihbar. Man kann sich aber Kopien zusenden lassen – der Button dazu befindet sich beim Aufrufen des Titels in der Kopfzeile:

Bestellbutton für Kopien

Bestellbutton für Kopien

Bis zu 20 Seiten kosten 6,- €, weitere 20 Seiten dann 2,50 € (Stand Juni 2016)

Sammlungen digitalisierter Drucke und Handschriften in der ULB Düsseldorf

Über 400 Manuskripte umfasst die Handschriftensammlung der ULB Düsseldorf.. Anhand des digitalisiertenr Katalogs und des Inventars kann man fundiert recherchieren und z. B. solche Schätze hier auftun:

Hierbei handelt es sich um einen Kommentar  zu Aristoteles

Hierbei handelt es sich um einen Kommentar zu Aristoteles, man kann die Ansicht auf fast Bildschrimgröße einstellen, mit dem kleinen Symbol “Pfeile schräg auseinander” bzw. “zueinander” zum Verkleinern

Unter diesem Link finden Sie die näheren Informationen zu dem Dokument.

Weitere Sammlungen der ULB Düsseldorf finden Sie hier; am Beispiel der Theaterzettle-Sammlung können Sie sehen, wie das bei digitalisierten Sammlungen aufgebaut ist: nach Digitalisierungsdatum mit der Möglichkeit, rechts nach Zeiträumen der Publikationen zu suchen.

ulb tzs

Für eine ausgefeilte Recherche sind die Zeitraumangeben etwas grob – aber zur ersten Orientierung …

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Geographies of Tor

In Deutschland wird das Darknet eindeutig weniger genutzt als in Italien. Stefano.desabbata, Geographies of Tor, CC BY-SA 4.0

Wer weiß, was sich im Darknet tut? In der Regel niemand, der sich nicht darin umschaut. Im Schauspiel Köln haben sich Angela Richter und ihr Team auf Recherche begeben und ein Stück zur virtuellen Silk Road - einer inzwischen nicht mehr existierenden Handelsplattform im Darknet – auf die Beine gestellt. Am 8.7. ist die letzte Aufführung geplant …

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Recherchekompetenz für Schulen – ein weiterer Schritt

Wie Sie wissen, biete ich mein Recherche-Seminar speziell für Schulen an, genauer gesagt für die Lehrerkollegien. Ziel ist es, Recherchekompetenz fürs Internet an Schülerinnen und Schüler zu vermitteln, denn dort suchen die ja sowieso. Frage ist nur: Wie tun sie das?

Der erste Schritt zum Ziel “Steigerung von Recherchekompetenz” ist klar ;-):

Für eine Fortbildung des Lehrkörpers komme ich in die Schule, bringe einen Tag lang die Informationen über effiziente, gezielte Suche, verschiedene Suchoptionen im Netz und zur Beurteilung der Funde an die Frauen und Männer, die dann ihrerseits ihr Wissen weitergeben (sollen).

In aller Regel heißt das: Erst einmal an die anderen Kolleginnen und Kollegen, denn das gesamte Kollegium wird an einer solchen Fortbildung nicht teilnehmen können. Um die Möglichkeiten zur Steigerung von Recherchekompetenz zu trainieren, darf die Gruppe für mein Seminar nämlich nicht zu groß sein, schließlich enthält einen hohen Praxisanteil, für den es dann der Möglichkeit für Austausch bedarf. Näheres zu meinem Seminar für Lehrerkollegien finden Sie unter anderem hier und hier.

Was ist dann also der nächste Schritt?

Ein zweiter, diesmal interner, Termin des Kollegiums, in dem folgende Themen auf dem Programm stehen können:

  • die Multiplikatorengruppe, die das Seminar zur Recherchekompetenz absolviert hat, gibt die grundlegenden Infos weiter, damit eine Diskussionsbasis vorhanden ist
  • das Kollegium entscheidet, welche Teile der Recherchekompetenz auf welche Weise für welche Jahrgangsstufe vermittelt werden sollen
  • es gibt Vereinbarungen darüber, wie sich das Kollegium – idealerweise kontinuierlich – weiterbildet
  • im Idealfalle wird mindestens eine Person benannt, die einen Blick auf die Entwicklung von Recherchemöglichkeiten behält und Neuigkeiten vermittelt (glauebn Sie mir: Das ist nötig!)

Wenn diese Fragen geklärt sind, kann die Vermittlung der Recherchekompetenz im Schulalltag beginnen:

Idealerweise sollte so dann das Ergebnis beim Recherch-o-maten aussehen ;-)

Idealerweise sollte so dann das Ergebnis beim Recherch-o-maten aussehen ;-)

  • Recherchestrategien von Schülerinnen und Schülern abfragen
  • konkrete Suchtipps geben
  • fachspezifische Seiten nennen
  • Verlässlichkeit von Informationen aus dem Netz thematisieren

In vielen Schulen ist die Nutzung von Smartphones etc. im Unterricht verboten. Für die Vermittlung der Recherchekompetenz könnte es sinnvoll sein, den gezielten Einsatz im Unterricht zu nutzen und sei es mit einem schuleigenen Gerät. Mittels Beamer, Whiteboard* und anderer Geräte zur Darstellung kann so schnell und unkompliziert eine Recherche beispielhaft vorgeführt, bzw. getestet werden.

Damit haben Sie meine Idealvorstellung davon, wie die Vermittlung von Recherchekompetenz an Schulen aussehen kann. Die Fähigkeit ist inzwischen grundlegend für Ausbildung und Beruf und erst recht für ein Studium.

Die Rede von den Digital Natives, die das Internet und seine Möglichkeiten quasi von selbst “kennen” ist Blödsinn. Sorry für das harte Wort. Nach der Logik müssten wir alle “Print Natives” sein, die ohne weitere Vermittlung  Gedrucktes lesen, verstehen und vor allem auch einordnen könnten. Damit wäre ein Großteil dessen, was in der Schule und an der Uni passiert, obsolet. Oder wüssten Sie so ohne weiteres schon allein die unterschiedlichen Arten von Texten in einer Zeitung zu unterscheiden? Reportage, Bericht, Nachricht, Kommentar, Glosse?

*Dafür müssen die Geräte a) vorhanden und b) ihre Nutzung vertraut sein – leider auch oft eine Baustelle …

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