Europe 14|14 – Geschichtsfestival in Berlin

Bei uns heißt die Zeit von Juli 1914 bis November 1918 “Der erste Weltkrieg”, in England und Frankreich spricht man von “Großen Krieg”, in Rusland endete dieser Krieg auf revolutionärem Wege bereits früher, wurde allerdings von Bürgerkriegen gefolgt, das osmanische Reich zerbrach und in manchen Kolonien änderten sich die Herrschaftsverhältnisse. Es gibt also schon  in Europa selber verschiedene Blickwinkel auf diese Zeit und erst recht in weltweiter Perspektive.

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet im Mai – vom 7.5. bis 11.5.2014 – nun einen HistoryCampus in Berlin an. Angesprochen sind junge Europäerinnen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Der zentrale Ort ist das Maxim-Gorki-Theater am Festungsgraben – hier wird es Workshops geben, in denen junge Menschen aus ganz Europa miteinander diskutieren, spielen, filmen – hier gehts zum Programm.

"Auf meinem Poster ist Pegasus als Vogel in einem Käfig dargestellt. […] Damit ist die Europäische Union gemeint, die sich sehnt wie Phoenix aus der Asche zu erstehen." (© Daniel Horowitz/bpb) - mit diesem Plakat hat Daniel Horowitz den Plakatwettbewerb für Europe 14|14 gewonnen

“Auf meinem Poster ist Pegasus als Vogel in einem Käfig dargestellt. […] Damit ist die Europäische Union gemeint, die sich sehnt wie Phoenix aus der Asche zu erstehen.” (© Daniel Horowitz/bpb) – mit diesem Plakat hat Daniel Horowitz den Plakatwettbewerb für Europe 14|14 gewonnen

Daneben gibt es den Open Campus – kulturelle Angebote in Kooperation mit dem Gorki-Theater in Berlin. Das Rahmenprogramm beginnt – wie der Open Campus – bereits am 6.5.2014 und bietet in Workshops, Podiumsdiskussionen und anderen Angeboten in ganz Berlin Veranstaltungen für interessierte Bürgerinnen der Stadt.

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Wikipedia – keine wissenschaftliche Quelle

Das sagt der Gründer von Wikipedia, Jimmy Wales, in einem Interview mit Technology Review. Nicht nur Studierende, auch andere, die professionell Informationen suchen, so Wales, sollen Wikipedia niemals zitieren. Wikiepdia diene einer ersten Orientierung.

Aber es ist kein Fachmagazin mit Peer Review. (Quelle: Interview vom 3.4.14)

Und welche Quellen sind nun zuverlässig? Auch andere Fundstücke aus dem Netz müssen mit Vorsicht betrachtet werden.

Und welche Quellen sind nun zuverlässig? Auch andere Fundstücke aus dem Netz müssen mit Vorsicht betrachtet werden.

Meine Rede und die vieler  anderer: Nutzen Sie Wikiepdia gern zum Einstieg in ein Thema, für einen ersten Überblick – und vergessen Sie nicht, die Quellen und Links zu überprüfen, die gute Wikipedia-Artikel reichlich liefern. Für wissenschaftliches Arbeiten ist die Lektüre von Fachtexten – Artikeln aus Fachzeitschriften, Monographien, wissenschaftliche Publikationen von Hochschulen etc. – unverzichtbar.

Und dann natürlich die kritische Auseinandersetzung damit.

Ein hübsches Bild zum Thema finde Sie bei Spiegel-online

 

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Search.ch und Swissle – Schweizer Suchmaschinen

Suchmaschinen-Alternativen zu Google gibt es ja in unterschiedlichen Ausführungen:

  • ohne IP-Speicherung
  • Metasuchmaschinen
  • grüne Suchmaschinen

Und eben auch Schweizer Suchmaschinen. Gefunden habe ich sie in Beatrice Krauses Blog Blog4Search und sie mir gleich mal angeschaut.

Die Startseite von Search.ch bietet hübsche Icons für einzelne Dienste – klickt man “Wetter” an, erhält man einen ausfürhlichen Wetterbricht für die gesamte Schweiz von MeteoSchweiz.

Startseite Search.ch mit Icons für besstimmte Dienste

Startseite Search.ch mit Icons für besstimmte Dienste

Um also gezielte Suchen zu schweizer Themen durchzuführen, ist das eine spannende Suchmaschine – die Ergebnisse werden aufgrund der kleineren Datenbasis konkreter ausfallen als bei Google.

Search.ch hat bei seiner Websuche ergänzenden Felder unterhalb der Suchleiste – aber auch ohne diese ist es möglich, Wörter bei der Suche vorzugeben oder auszuschließen. Spannend finde ich die Einstellung, dass Kleinschreibung der Begriffe alle Optionen  – Klein- und Großschreibung – öffnet, ein groß geschriebener Buchstabe die Suche auf genau diese Schreibweise einschränkt. Ansonsten gibt es die Phrasensuche wie bei Google mit Anführungszeichen, die Möglichkeit, Boole’sche Operatoren zu nutzen usw.

Swissle kommt vom Aufbau Google sehr nah  – Suchzeile mittig auf der Seite und ganz oben dann die Möglichkeit zwischen verschiedenen Diensten zu wählen:

Schön isr der Hiwneis auf die unterschiedlichen Sprachen: "rumantsch" für rätoromanisch - klingt doch gut.

Schön ist der Hinweis auf die unterschiedlichen Sprachen: “rumantsch” für rätoromanisch (?) – klingt doch gut.

Swissle ist eine Zusammenfügung von Google.ch und Search.ch – so ist die Zahl der Treffer ähnlich groß wie bei einer Google-Recherche; andererseits ist die Beschränkung auf schweizer Ergebnisse vorhanden, was die Suche in manchen Fällen erleichtert. Nähere Informationen zu Suchstrategien gibt es auf der Seite “Über Swissle” – z. B. den, dass der Routenplaner mit Doppelpunkt funktioniert:

Hirschmattstrasse 17 Luzern : Spitalstrasse 23 Bern

Sehr praktisch.

In gewisser Hinsicht kann man Swissle auch als “grüne” Suchmaschine bezeichnen, denn sie ist “grün überwacht” und man bemüht sich, die Energieeffizienz zu stiegern – die aktuelle Information erhalten Sie, wenn Sie das Grüne Log anklicken.

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Thema 1914 – Ausstellung zum ersten Weltkrieg in Leverkusen-Opladen

Spare seife aber wie

Auswirkungen des Kriegs in der Heimat – Fette werden dringend benötigt

Der Bergische Geschichtsverein – Abteilung Niederwupper hat sich zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs 1914 richtig ins Zeug gelegt. Da gibt es nicht nur die im Titel genannte Ausstellung in der Villa Römer, zu der man allerdings nur über den Bergischen Geschichtsverein gelangt (s. “Veranstaltungen” bei der Seite des Geschichtsverein – sehr schade, dass der Informationsfluss nur so eingeschränkt fließen kann), sondern auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Dazu habe ich von Herrrn Junkers einen Flyer zur Verfügung gestellt bekommen – er stellt das Begleitprogramm (hier bekommen Sie das PDF)  zur Ausstellung vor. Und das hat es in sich. Am 8.4.  – also morgen – spricht um 19 Uhr Prof. Dr. Dirk Blasius in der Villa Römer über den Alltag im Land unter den Bedingungen des Kriegsrechts. Und am 19. Mai kommt Prof. Dr. Gerd Krumeich nach Leverkusen und hält in der VHS einen Vortrag zu „Kriegsszenarien und Bedrohungsvorstellungen vor 1914 und die Julikrise“ – also genau zu dem Thema, zu dem sein Buch mit all’ den spannenden Schlüsseldokumenten erschienen ist (und von mir rezensiert wurde ;-) , s. Link). Den Termin habe ich mir vorgemerkt.

 

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Spezialbibliotheken – Heute: Messebibliothek

Der  AUMA (Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.) stellt auf seiner Seite nicht nur Informationen rund um die Messewirtschaft zur Vefügung, sondern gibt auch Einblick in den Katalog der Messebibliothek. Die Startseite der Deutschen Messebibliothek fächert das Angebot auf:

  • Angebote vor Ort (Rechercheunterstützung, Kopierservice, Internetarbeitsplätze)
  • Bestand (Zeitschriften, Dissertationen, Fachliteratur rund um “Messe” und Artverwandtes)
  • Hinweis auf die Publikationen des AUMA

Es gibt auch einen Link zu Benutzungsordnung - hier ist dann aus den Signaturen direkt zu erkennen, welche Fundstücke nun tatsächlich ausgeliehen werden können.

Richtig toll wird es, wenn man sich die erweiterte Suchfunktion des Katalogs anschaut:

Suchfelder bei der Deutschen Messebibliothek - Erweiterte Suche

Suchfelder bei der Deutschen Messebibliothek – Erweiterte Suche

Das sieht erst mal ganz harmlos aus, nicht wahr? Aber schon der Begriff “Sichtweise” in einem der Drop-Down-Menus macht etwas stutzig. Diese ersten Zeilen im Suchformular haben es in sich!

Der “Schlagwortfilter” ganz am Anfang wird folgendermaßen erläutert (wenn man über das “i” fährt):

 

 

Dient als Filter für die Schlagwörter und kann nicht als Suchoption verwendet werden. Wenn Sie einen Filter auswählen, verkürzt sich die Liste der Schlagwörter und beinhaltet nur noch die Begriffe, die zum gewählten Thema gehören. Lassen Sie die Eingrenzung durch ‚Schlagwortfilter‘ unbeachtet, erhalten Sie die gesamte Schlagwortliste. (Quelle: OPAC der Deutschen Messebibliothek, “Erweiterte Suche”)

Darunter verbergen sich Begriffe wie “Kontinente”, “Recht”, “Messetypen” (damit sind wohl nicht die Besucher gemeint ;-) ) oder “Vortrag/Tagung/Event”. Es leuchtet schon ein, dass “Vortrag” andere Schlagwörter generiert als “Recht”, oder? Diese Vorauswahl bei den Schlagwörtern ist nicht dumm, denn die – verborgen in der zweiten Zeile – sind wirklich zahlreich und reichen von “A” wie “Absatzpolitik” bis “Z” wie “ZVEI” (das ist der  Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.)

Jetzt kommt endlich die Auflösung zu “Sichtweise” als Filter bei der Suche. Messen sind für drei verschiedene Gruppen von Interesse:

  • Aussteller
  • Veranstalter
  • Besucher

Eignetlich ganz simpel. Jede dieser Gruppen hat eine andere Herangehensweise an Messe oder Kongress als Thema für wissenschaftliche Auseinandersetzung – und das wird hier berücksichtigt.

Die “Sachgruppen” in der letzen Zeile sind das, was schon auf der Startseite stand: Welche Art von Publikation ist gefragt – was vom AUMA, Zeitschriftenartikel oder für den Überblick ein Lexikon?

Ein letztes Drop-Down-Menu ist “Hochschulen”; hier finden Sie eine Liste von Hochschulen, großenteils aus Deutschland, aber auch international, deren Publikationen berücksichtigt sind. Neben einer langen Liste Berliner Hochschulen eben auch Barcelona, Graz, Köln, Sheffield, Utrecht und Mainz.

Diese verschiedenen Filter machen es möglich, den Bestand der Messebibliothek quasi mit einem sehr feinen Kamm zu durchsuchen – richtig angewandt kann so die Recherchezeit stark verkürzt werden. Und es gibt immer die Möglichkeit, die Filter außen vor zu lassen, um sich einen größeren Überblick zu verschaffen. Für Titel aus den Bereich Messe und Kongress ist dieser Katalog auf jeden Fall eine gute Recherchebasis.

Die Drop-Down-Menus in diesem Katalog haben mich sehr an meinen ersten Auftrag erinnert – als ich selber einen Bibliothekskatalog erstellen durfte.

Das E-Book zur Reihe: Spezialbibliotheken. Eine Vorstellungsreihe

So sieht das Cover aus - das Bild dazu stammt aus der Public Library in Mystic, USA

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Wer braucht welche Recherche? – Kirchliche Arbeitsstelle braucht …

Bibliothekskatalog.

Ehrlich!

Das war mein allererster Auftrag. Noch gar nicht wirklich “Recherche”, zugegebenermaßen. Aber spannend.

Schlagwortkatalog

Wie oft habe ich im Studium oder bei meiner Arbeit in verschiedenen Bibliotheken an solchen Katalogkästen gestanden – Mitte der 90er sollte alles edv-erfasst werden. Foto: By Dr. Marcus Gossler

Es handelte sich um ein kleines kirchliches Institut mit eigener Bibliothek. Dazu gab es einen Zettelkatalog (1995!), der nun “in den Computer” sollte. Erste Versuche waren nicht besonders erfolgreich gewesen. Ziel des besagten Instituts war, den gesamten Bestand durchsuchbar zu machen. Bibliothekarische Systeme für Computer waren damals noch nicht sehr verbreitet. Und im Zweifelsfalle teuer. Meine Tätigkeit in einer Zweigstelle der Kölner Stadtbibliothek lag noch nicht so lange zurück, in einem journalistischen Praktikum hatte ich den Umgang mit einem Datenbanksystem gelernt, eine Kollegion hatte mich empfohlen – also frisch ans Werk.

Erst einmal musste ich mir einem Überblick über die Schlagwörter verschaffen, die in den Schlagwortketten vorkamen und sie:

  • sortieren
  • gruppieren
  • hierarchisieren

Daraus ergab sich dann eine Anzahl von Drop-Down-Menus, die bei der Suche kombiniert werden konnten. Es waren ein paar “Testsuchen” nötig, um das zu überprüfen.

Da in dieser Bibliothek viel graue Literatur vorhanden war, war es bei den bibliographischen Angaben mit Autor, Ort und Jahr allein nicht getan – ich  musste Kategorien wie  “Organistationen” und “Institutionen”, “Veranstaltungsarten” und “Status” (veröffentlicht oder unveröffentlicht) berücksichtigen.

Auch die Signaturenvergabe musste ich überprüfen – es wurde ein flexibles System benötigt, das Schwerpunktänderungen bei einem Themenkomplex verarbeiten konnte und dabei die Auffindbarkeit sicherte.

Alle Einträge sollten dann noch übersichtlich auf dem Bildschirmm angeordnet erscheinen. Das war dann die letzte Hürde. Die Erfassung der Titel gehörte nicht mehr zu meiner Aufgabe.

Eingefallen ist mir diese wirklich alte Geschichte im Zusammenhang mit meiner Reihe über Spezialbibliotheken – wer weiß, was ich über “meinen” Bibliothekskatalog geschrieben hätte, wenn es ihn in der Form noch gäbe ;-) .

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Zitationsstile und das Internet

Letztes Jahr habe ich Ihnen anhand einiger Zitationsstile gezeigt, wie das korrekte Zitieren in Text und Literaturverzeichnis aussehen soll; die Tabelle dazu finden Sie im Download-Bereich. Der Übersichtlichkeit wegen habe ich die Angaben zum Zitieren von Online-Dokumenten nur sehr allgemein behandelt. Heute gibt es dazu gesondert noch mal ein paar Tipps.

Allgemeines

Letzter Zugriff

Eine für alle Zitationsstile und Arbeiten geltende Regel beim Zitieren von Internet-Dokumenten vorweg: Sie müssen angeben, wann Sie das Dokument zuletzt in der von Ihnen genannten Form gesehen haben. Das Internet ist ein dynamisches Medium – ständig ändert sich was. Andere müssen nachprüfen können, ob etwas tatsächlich so ausssieht, wie Sie es in Ihrem Text sagen. Dazu müsssen Sie die URL angeben. Da Texte im Netz schnell geändert werden können, bedarf es zu Ihrer eigenen Rückversicherung dieses Hinweises.

URL oder Persistent Identifier angeben

Das habe ich oben schon genannt: Sie müssen mindestens die genaue URL angeben. Also nicht einfach http://www.profi-wissen.de , sondern bspw.: http://www.profi-wissen.de/checkliste-zitationsstile-aktualisiert/ , also die konkrete Unterseite, auf der die Informationen stehen. Bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen gibt es zusätzlich zur URL oft den Persistent Identifier – eine “Adresse”, die auch bei Verschieben eines Dokuments den Zugriff gewährleistet. Allerdings muss diese Angabe, da sie von Browsern nicht direkt angewählt werden kann, ihrerseits in eine URL umgewandelt werden.

Zitationsvarianten

Nun gibt es ja all’ die Zitationsstile, zu denen ich fürs “normale” Zitieren letzten Sommer diese Tabelle (Link s. o.) erstellt habe. Da aber für elektronische Medien die Vorgaben der einzelnen Stile nicht so einheitlich sind – da werden unteschiedliche Arten von Dokumenten berücksichtigt -, kann ich ihnen an dieser Stelle leider keine Tabelle bieten, sondern nur ein paar Hinweise zu Besonderheiten.

E-Books

Je nachdem, ob ein E-Book in einem Verlag erschienen ist oder es sich um ein selbst herausgegebenes Werk handelt, ob es frei im Internet zur Verfügung steht oder im Online-Buchhandel erworben werden muss, sind die Vorgaben unterschiedlich:

  • ein Verlag muss mit Ort genannt werden
  • ist das Werk über einen Dienst im Netz einsehbar, ist dessen Adresse anzugeben, z. B. www.netLibrary.com
  • ist das Werk online frei verfügbar, ist die Adresse oder der Persistent Identifier anzugeben
  • handelt es sich um ein E-Book, das z. B. nur in einer bestimmten Form vorliegt, ist dies anzugeben, z. B. “Kindle-Dokument” o. Ä.

Online-Artikel

Ähnlich wie beim E-Book ist hier die URL, bzw. der Persistent Identifier (z. B. DOI/PMID) anzugeben; ansonsten entsprechen die Daten den üblichen bibliographischen Angaben für Zeitschriftenartikel.

Websites/Blogs

Im Grunde habe ich da oben schon das Wesentliche gesagt – es ist immer die konkrete (Unter)Seite anzugeben. Sollte die Autorin des Beitrags identifizierbar sein – bei personengeührten Sites oder Blogs, oder weil der Name drunter steht -, sollten Sie diesen ganz normal als Autorenangabe verwenden. Bei vielen Einträgen auf Websites und auch auf Blogs ist das “Erscheinugnsdatum” nicht eindeutig festzustellen – da kommt dann ein “o. J.” (“ohne Jahr”) oder “n. d.” (“no date”) hin, je nach Zitationsrichtlinien.

Social Media/Facebook

Dazu durfte ich mich ja schon bei Kerstin Hoffmanns PR-Doktor auslassen ;-) . Im Wesentlichen geht es hier um die Zugänglichkeit, denn viele Social Media sind zugangsbeschränkt – auf Mitglieder des Netzwerks oder sogar einer Gruppe innerhalb des Netzwerks. Hier empfehle ich dringend Screenshots, denn Social-Media-Beiträge sind insgesamt noch flüchtiger als andere Beiträge im Netz. Der Kommentar von Lars Kroll bringt es schön auf den Punkt:

Lars Kroll macht auf Bearbeitunsmöglichkeiten gerade bei Social Media aufmerksam - verlässlich ist anders.

Lars Kroll macht auf Bearbeitungsmöglichkeiten gerade bei Social Media aufmerksam – verlässlich ist anders. Deshalb: Screenshots machen.

Ansonsten sind hier dieselben Informationen erforderlich wie bei anderen Zitaten auch: Wer hat wann wo was geäußert?

Twitter

Dieser Dienst hat den Vorteil, dass jeder Tweet eindeutig zu identifizieren ist. Bei den FAQ zum MLA-Manual gibt es die Antwort, wie denn nun Tweets zu zitieren sind:

  • den vollständigen Tweet (in Text und Literaturverzeichnis!)
  • neben dem Datum auch die Uhrzeit
  • als Autor wenn möglich den Klarnamen, auf jeden Fall aber den Twitternamen, in dieser Reihenfolge: “Heike Baller (@Recherchemeisterin)” (Achtung: fingiert – ich bin nicht bei Twitter!)
  • am Ende der Hinweis: “Tweet”

E-Mail

Viel Austausch findet über E-Mail-Kontakte statt – auch daraus kann zitiert werden. Das entspricht dann dem Hinweis früherer Zeiten auf einen Brief und findet nur im Text, oder maximal in einer Fußnote statt (hängt wie vieles vom Zitationsstil ab). D. h., Sie zitieren Herrn Schmitz und schreiben dahinter: (Hans Schmitz, E-Mail-Nachricht an die Autorin/Frau Meier, 12.2.2013).

Hier gebe ich Ihnen eine Liste von Adressen, an denen Sie ggfs. zu “Ihrem”Zitationsstil weitere Informationen finden können:

Einzelfragen bei MLA

eher allgemeine: LOTSE zu elektronischen Quellen

Tabelle zu DGPS

englischsprachiges Tutorial zu APA

Handout von der Uni Gießen

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Spezialbibliotheken als E-Book

Meine Blogreihe zu Spezialbibliotheken habe ich überarbeitet und aktualisiert nun als E-Book veröffentlicht. Hier können Sie es finden.

So sieht das Cover aus - das Bild dazu stammt aus der Public Library in Mystic, USA

So sieht das Cover aus – das Bild dazu stammt aus der Public Library in Mystic, USA

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Spezialbibliotheken – heute ZBW zum 2. Mal

Und zwar weil es dort einen Relaunch gab: Die ZBW sieht seit Anfang März anders aus, als ich es im urspünglichen Beitrag geschildert habe. Also gibt’s heute eine Aktualisierung ;-)

Ich bin gleich auf die Seite “Recherchieren” gegangen, denn das ist ja hier das Thema. Dort geht es mittels Suchleiste entweder direkt zur Suche oder zu den Seiten:

  • EconBiz (das Suchportal)
  • EconBiz Mobile
  • Recherchetipps
  • Lokale Bestände im Online-Katalog recherchieren (Econis)
  • Login
  • Dokumentenlieferung
Hier sieht man nur die ersten Einträge zum Thema Recherche bei der ZBW, aber das Prinzip wird schon klar: kurze Einstiegsinfos zu jedem Punkt.

Hier sieht man nur die ersten Einträge zum Thema Recherche bei der ZBW, aber das Prinzip wird schon klar: kurze Einstiegsinfos zu jedem Punkt und dann der Link zum Angebot.

Sehr aufgeräumt und übersichtlich.

Die Suche bei EconBiz ist eine freie Suche – in der Grundeinstellung. Mit dem Drop-Down-Menü ist es auch möglich, Einstellungen wie Autor, Erscheinungsdatum etc. auszuwählen. Wer das kleine Kästchen unterhalb der Suchleiste aktiviert, bekommt nur Titel, die frei im Internet zur Verfügung stehen – zur Volltextbeschaffung ein gutes Tool. Für eine erste Recherche schränkt das aber zu sehr ein.

EconBiz Mobile ist eine App für alle Smartphone-Nutzer; quasi der Bibliothekakatalog für unterwegs.

Wer sich Näheres zu EconBiz anlesen will, ist hier richtig: Infos zu Geschichte, Finanzierung und – für weitere Recherchen wichtig – zu EconDesk und der Hinweis zu LOTSE. Econdesk ist eine wirklich nutzerfreundliche Einrichtung, da hier verschiedene Kanäle für Fragen angeboten werden: Mail, Telefon und Chat.

Für die Suche nach den passenden Suchbegriffen gibt es den Thesaurus. Die Icons verweisen darauf, ob ein Titel bei EconBiz oder Econis verzeichnet ist. Bei Econis angezeigte Titel gehören zum Bestand der ZBW und können von registrierten Nutzerinnen bestellt werden. Ob ein Buch im Standort Kiel oder Hamburg zu finden ist (das gilt v. a. für Bücher und gebundene Zeitschriftenjahrgänge), finden Sie mit den Signaturen unterhalb der bibliographischen Angaben.

Die Bedingungen für Dokumentenlieferung werden ebenfalls gut erläutert – mit Kosten (soweit die ZBW das wissen kann – Fernleihgebühren legen die einzelnen Bibliotheken fest) und dem Hinweis auf unterschiedliche Lieferfristen.

Insgesamt ist das Suchportal ein bisschen schlanker im Auftritt geworden, bietet aber nach wie vor gute Recherchemöglichkeit zu wirtschaftswissenschaftlichen Themen.

 

Das E-Book zur Reihe: Spezialbibliotheken. Eine Vorstellungsreihe

So sieht das Cover aus - das Bild dazu stammt aus der Public Library in Mystic, USA

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Profi-Wissen bei PR-Doktor

Bei Facebook entwickeln sich manchmal ganz spannende Diskussionen – so auch letzte Woche zum Thema “Wie zitiere ich korrekt aus Social-Media-Diskussionen?” Es freut mich sehr, dass Kerstin Hoffmann, ihres Zeichens PR-Doktor, mich um einen Gastbeitrag zum Thema gebeten hat. Hier ist er nun. :-)

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