General Online Research in Köln – 18.-20.03.2015

Morgen beginnt in der FHS in Köln eine Konferenz, die sich mit Online-Forschung befasst, die General Online Research (GOR), ausgerichtet von der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF). Das Programm ist ziemlich umfassend: Es geht um statistische Möglichkeiten, Online-Nutzung zu erfassen, um Social Media, Wikipedia, Marktforschung und anderes mehr.

Was das mit uns zu tun hat? Die Ergebnisse der Forschung fließen in Angebote ein, die wir alle nutzen, neben Wikipedia z. B. Hotelbuchungsportale, aber es geht auch um Unterrichtsmethoden an Schulen, um unser Verhalten in Social Media oder ganz allgemein um Marktforschung.

Die Referentinnen kommen sowohl von internationalen Universitäten als auch aus Firmen, für die solche Forschungsergebnisse relevant sind:

  • LINK Institut
  • Rheinische Fachhochschule Köln
  • Museum für Naturkunde Berlin
  • Institute for Social Research, University of Michigan
  • University of Tsukuba, Japan
  • Deutsches Medieninstitut
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Unitymedia KabelBW GmbH
  • University of Haifa, Israel
  • Northwestern University, United States of America
  • University of Essex, United Kingdom

Das ist nur eine kleine Auswahl der beteiligten Institionen.

Meine Hoffnung ist, dass die Vorträge zumindest teilweise auch online gestellt werden; im Moment komt man über die Links der Workshops zu den Konditionen (wie lange, wie viele Teilnehmer, für wen geeignet usw.). Ich werde das im Auge behalten.

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“Such! Maschine” – Seminar für Studierende der Uni Köln

Effiziente Recherche kann man lernen.

Effiziente Recherche kann man lernen.

Im kommenden Sommersemester werde ich am Professional Center der Universität zu Köln im Rahmen des Studium Integrale ein Seminar zu Recherche halten . Darin geht es sowohl um Internet- als auch um wissenschaftliche Literaturrecherche.

Hier gibt’s schon mal was zum Inhalt.

Ab heute können sich Studierende folgender Fakultäten für dieses Seminar bei KLIPS anmelden:

 

– Wirtschafts-und Sozialwissenschaftliche Fakultät
– Rechtswissenschaftliche Fakultät
– Philosophische Fakultät
– Mathematisch- Naturwissenschaftliche Fakultät
– Humanwissenschaftliche Fakultät

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Heute ist der Internationale Tag der Muttersprache

Heute vor 63 Jahren wurden in Pakistan Menschen erschossen, weil sie sich gegen die offizielle Amtssprache Urdu mit Demonstrationen zur Wehr setzten – die Bevölkerung sprach zum großen Teil eben nicht Urdu, sondern hatte Bengalisch als Muttersprache. Im Jahr 1971 entstand dann Bangladesch – abgespaltet von Pakistan eben wegen der Sprache. Der 21.2. ist dort ein Tag, an dem der Märtyrer von 1952 gedacht wird. Seit 2000 ist dieser Tag nun Tag der Muttersprache – Bangladesch hat dies bei der UNESCO so beantragt.

So drastisch fällt das mit der Unterdrückung von Sprachen in der Regel heute nicht mehr aus. Aber viele Menschen dürfen offiziell nicht so reden, wie sie es zu Hause gelernt haben. Das gilt in vielen Ländern und es gibt auch in Deutschland vom Aussterben bedrohte Sprachen. In der aktuellen Diskussion hierzulande geht es aber um die Migrantinnen in Deutschland.

Der Vorschlag der CSU, Familien sollten zu Hause bitte deutsch sprechen, wenn sie hier eingewandert sind, gehört mit in diese Reihe: Wenn ich zu Hause nicht mehr  sprechen kann, wie ich es als Kind gelernt habe, meine Gefühle und Gedanken nicht mehr ungefiltert ausdrücken soll – dann ist schon der bloße Gedanke eben nicht mehr witzig und absurd und “eben CSU”, sondern Unterdrückung.

Beim Anblick schneebedeckter Berge habe ich imme reinen bestimmten Sprachsuktus im Ohr - den ich nicht immer verstehe, auch wenn er zur selben Sprache gehört, wie meine Muttersprache

Beim Anblick schneebedeckter Berge habe ich immer einen bestimmten Sprachsuktus im Ohr – den ich nicht immer verstehe, auch wenn er zur selben Sprache gehört wie meine Muttersprache ;-)

Ich nehme diesen Gedenktag als Anlass, mir Gedanken über “Integration” zu machen.

Integration ist in aller Munde. Sie wird vehement von denen gefordert, die hier bei uns eine neue Heimat finden wollen oder müssen, weil es in ihrer Heimat keine Zukunft für sie gibt. Der Begriff wird nur offensichtlich je nach Sprecherin unterschiedlich gefüllt:

  • die Forderung nach der Befolgung von Gesetzen und Regeln
  • die Forderung, sich den Gewohnheiten der Deutschen anzupassen
  • die Forderung, auf z. B. religiöse Gewohnheiten wie die Verschleierung von Frauen, zu verzichten

Gerade die letzte Art der Forderung nimmt in der Diskussion besonders breiten Raum ein. Die Angst vor dem “Anderen” hat inzwischen riesige Ausmaße – siehe die Diskussion um die inzwischen abgeflaute “PEGIDA”-Bewegung. Hier melden sich sonst stille Zeitgenossinnen mit sachlich unbegründeten aber eben existierenden Ängsten vor “Überfremdung” zu Wort.

Letztlich aber ist der verschärfte Ruf nach Integration der nach einer Aufgabe von Identität. Und wer das fordert, bezeichnet die Beibehaltung von Gebräuchen oder eben Sprache als Zeichen mangelnder Integration. Dabei wird übersehen, dass eher gebrochenes Deutsch im eigenen Wohnzimmer alles andere als eine Garantie dafür ist, dass die Menschen wirklich Deutsch lernen. Wer  die eigene Muttersprache aus mangelnder Übung nicht (mehr) beherrscht, hat auch schlechtere Chancen, eine neue Sprache korrekt zu erlernen.

Und zu den  Gebräuchen – so anders als “wir Deutschen” verhalten sich Migrantinnen nicht  … Das zeigt eine Grafik von ZEIT online:

Die meisten treffen sich wie andere Menschen im Lande auch am häufigsten im Sportverein, gefolgt von Gewerkschaften und Berufsverbänden. Kulturvereine folgen erst auf Platz  6.  Homoehe, Schwangerschaftsabbruch und Sterbehilfe werden prozentual gesehen genauso bewertet wie in der “einheimischen” Gesellschaft, nämlich je nach Orientierung unterschiedlich: Liberale sehen das entspannter als religiös Traditionelle. Und das ist bei Katholiken oder Protesstantinnen nicht anders. Selbst Atheistinnen haben je nach Wertekanon da unterschiedliche Auffassungen. Warum bitte sollen die “Anderen” denn jetzt eine einheitliche Linie vertreten?

Was viele da unter dem Begriff Integration fordern ist eigentlich eine Assimilation, also ein Ähnlichwerden – von lateinisch”similis“. Nix Multikulti – da steht die “Leitkultur” fordernd vor den Menschen und verlangt alles: Sprache, Kleidung, Gebräuche.

So bunt sind die Alphabete der Welt (und das ist ja nur ein Teil) - warum soll Sprachvielfalt eingeschränkt werden? This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

So bunt sind die Alphabete der Welt (und das ist ja nur ein Teil) – warum soll Sprachvielfalt eingeschränkt werden? This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Stellen Sie sich mal vor, das fände tatsächlich statt.

  • Schnitzeltempel statt Dönerbude, Pizzeria oder Sushilokal
  • nur “deutsche” Menschen in der Alten- und Krankenpflege
  • nur “deutsche” Menschen auf Baustellen, bei den Müllwerkern und Putzkolonnen

Spätestens ab Punkt 2 gäb es doch ein großes Aufjaulen: Solche Jobs, nein danke.

Denn neben der Tatsache, dass hier Menschen arbeiten, die selber oder deren Eltern oder Großeltern  erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts oder zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach Deutschland kamen und unter denen es eben solche gibt, die nicht so flüssig die Landessprache sprechen, ist allen an Wirtschaft Interessierten klar: Der deutsche Arbeitsmarkt kann auf die nicht verzichten, die von “PEGIDA”  am liebsten über die Grenzen getrieben würden. Seit dem Beginn der Aufmärsche der fremdenfeindlichen “Deutschland”-Schreier werden entsprechende Stellen nicht müde, immer wieder auf die Bilanzen hinzuweisen:

  • Menschen “mit Migrationshintergrund” zahlen mehr in die Sozialsysteme ein, als sie rausbekommen
  • die angeblich so hohe Kriminalität unter ihnen liegt an Straftatbeständen, die Deutsche nun mal nicht begehen können – davon bereinigte Statistiken zeigen kein anderes Bild von Straftaten als bei der Ursprungsbevölkerung
  • ohne Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeberinnen mit fremden Wurzeln bräche die deutsche Wirtschaft ziemlich ein

Und zum Schuss: Drehen wir den Spieß doch einfach mal um.

Wenn Sie oder ich auswandern würden, aus welchen Gründen auch immer – würden wir in unserem neuen Zuhause, in der Familie, Englisch, Suaheli oder Chinesisch sprechen?

Doch eher nicht, oder?

Würden wir uns bemühen, die Landessprache zu erlernen?

Das auf jeden Fall – auch wenn es am Anfang nicht leicht ist. – Oder?

Würden wir – je nach eigener traditioneller Ausrichtung – auf die Feier von Geburtstag oder Namenstag, von Weihnachten oder Ostern verzichten?

Wahrscheinlich nicht, oder?

Warum um alles in der Welt sollen also Menschen, die hier leben und arbeiten auf ihre Sprache und Gebräuche verzichten?

Integration ja: sich an Gesetze zu halten, die Sprache möglichst gut zu beherrschen – das sind Kriterien, die ich für unverzichtbar halte, um irgendwo ein gutes Leben leben zu können.

Das ist Integration.

Was darüber hinausgeht ist Assimilation und sollte von denen entscheiden werden, deren Sprache und Gebräuche betroffen sind. Und da gibts ja auch graduelle Unterschiede, nicht wahr?

Und zu guter Letzt: Die eigene Muttersprache ist Grundlage unseres Denkens und auch Fühlens – niemand darf sie verlieren. Der Erwerb einer neuen Sprache öffnet dann Fenster in anderes Denken und ermöglicht Austausch. Deshalb ist es sinnvoll, die Sprache zu lernen, die da gesprochen wird, wo ich bin. Aber das gilt nicht nur für Migrantinnen in Deutschland.

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Thema 1914 in Köln: Ausstellung Metropole im Westen – mit Blogbegleitung

Seit November läuft in insgesamt drei Museen die Ausstellung zu Köln im ersten Weltkrieg: “Köln 1914. Metropole im Westen”, und zwar im Museum für Angewanste Kunst MAKK, im Kölnischen Stadtmuseum und bei der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA). Eine lebendige Vielfalt zu Thema 1914.

Alexe Altenkirch

Alexe Altenkirch hat die Bibliothek im Haus der Frau bei der Werkbundausstellung gestaltet – nach den Bildern in der Ausstellung ein sehr ansprechender Raum.

Die Ausstellung im MAKK habe ich mir am Wochenende mal angesehen – Kölner Malerinnen und Maler sind mit ihren Werken vertreten, die Köln am Vorabend des Weltkriegs oder ihre Erlebnisse des Kriegs auf Leinwand und Papier bringen; in der Hauptsache geht es aber um die Werkbundausstellung, die von Mai 1914 an auf dem Gelände neben dem Deutzer Bahnhof (heute ist dort der Rheinpark) bis Oktober bleiben sollte. Bei Ausbruch des Krieges im August 1914 war das Ende der Ausstellung gefordert – sehr zum wirtschaftlichen Schaden von Ausstellern und Betreibern. Hier steht dann die Architektur im Zentrum und da gibt es wirklich beeindruckende Bauten. Vertreter der Bauhausschule gehören auch dazu.

Seit Freitag gibt es nun ein begleitendes Blog, in dem Ausstellungsstücke des Kölnischen Stadtmuseums vorgestellt werden – eine schöne Sache. Ob wohl bis April, dem Ende der Ausstellung, alle Exponate online sind?

Insgesamt gefällt mir das Konzept, eine so große Stadt in dieser Zeit an verschiedenen Orten mit verschiedneen Schwerpunkten vorzustellen. Bis Mitte April besteht noch die Mögllichkeit, die Ausstellungen zu besuchen.

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Thema 1914 – 5.2.1915

ColumbaGriseaKeulemans

Diese Tierchen meint der Autor des Artikels vom 5.2.1915 nicht …

Heute vor 100 Jahren meditierte man in Dr. Blochs Österreichischer Wochenschrift über den Begriff Tauben, und das u.a. linguistich, obwohl es um Kriegsgerät ging.

Der Link führt zum Zeitungsausschnitt.

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Thema 1914 – 2.2.1915

Heute vor 100 Jahren hatte Pfarrer Hartmann zumindest einen Grund, sich zu freuen, wenn schon die Siegesmeldungen ausblieben: das Bierbrauen und Schnapsbrennen sind vom Reichsboten geächtet worden.

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Facebook-Seite für Profi-Wissen gekündigt

Wie ich ja vor Jahren schon mal ausprobiert habe, ist Facebook ein unglaublicher Zeitfresser. Deshalb habe ich es im September 2011 ja schon mal wieder bleiben lassen. Jetzt komme ich zum selben Schluss:

Es macht zwar auch Spaß und es gibt Anregungen, aber mit meiner bemessenen Zeit fürs Netzwerken wird mirFacebook anstrengend. Ab heute ist also damit wieder Schluss. Die Notizen zu Thema 1914 finden Sie nun also hier – nicht jeden Tag, aber immer mal wieder wird es also jetzt hier heißen”Heute vor 100 Jahren …”

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Abipedia – Hilfe für die Vorbereitung aufs Abitur?

Langsam rücken die Vorabiklausuren näher – für viele Jugendliche ist in ein paar Wochen Schluss mit Schulbesuch. Danach folgen die Klausuren fürs Abitur, die mündliche Prüfung, eventuell auch die eine oder andere  Nachprüfung. Gute Noten sind von allen Seiten erwünscht – die gibt es aber nicht ohne vorherige Arbeit. Abipedia bietet nun Lernhilfen an – allerdings nicht für all’ die auf der Startseite aufgeführten Bereiche, sondern nur für die verlinkten …

Nur bei den unterstrichenen Bezeichnungen gibt es Lerninhalte - Chemie, Biologie und Mathe, ja, selbst Geschichte sind also nicht so gut vertreten

Nur bei den unterstrichenen Bezeichnungen gibt es Lerninhalte – Chemie, Biologie und Mathe, ja, selbst Geschichte sind also nicht so gut vertreten

Schwerpunkt Deutsch

Deutsch ist das am besten vertretene Fach. Und ich finde, dass hier auch gute Information geboten wird. Am Beispiel der linearen Erörterung möchte ich das kurz darstellen:

Christian Kubb bietet erst eine Definition der linearen Erörterung und setzt sie von der dialektischen und textgebunden Erörterung ab (für beide gibt es eigene Artikel). Es folgt die graphische Darstellung des Aufbaus einer solchen Aufgabe und dann eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Entgegen des Titels der Website “Abipedia” geht es hier noch um eine Arbeit im Klassenarbeitformat – zeitlich gesehen, denn Christian Kubb geht von 60 Minuten aus; das Zeitschema für die einzelnen Abschnitte, das er da vorgibt, kann aber auf längere Klausurzeiten übertragen werden. Am Ende befinden sich 20 Themen, die sich für eine lineare Erörterung eignen, sowie eine Checkliste (dabei gibt es allerdings einen Übertragungsfehler: Der letzte Punkt ist identisch mit dem aus dem Beitrag “Dialektische Erörterng” – kann mal passieren).

Deutsch ist ja nun auch das Fach, in dem ich mich ganz gut auskenne – und ich habe mehrere Themen angeschaut: solide!

Andere Fächer

Bei Englisch ist das Angebot schon nicht mehr so breit – und es gibt Links auf externe Angebote, z. B. auf Englisch Vokabeln. Ansonsten dominieren Listen, z. B. bei “Stylistic Devices“, die auch schon mal mit einem deutschen Text eingeleitet werden.

In Geschichte beschränken sich die Angebote auf Darstellungsformen – Quellen-, Bild- und Redeanalyse -, also eigentlich Deutschthemen ;-).

Dass bei Biologie nicht mehr Inhalt zu finden ist, erstaunt mich ein bisschen, denn da hat Christian Kubb durchaus was zu bieten – nämlich biologie-schule.

Sozialwissenschaftliche Fächer und andere Fremdsprachen sind gar nicht vertreten, ebensowenig Kunst, Musik, Religion.

Unter dem Reiter “Bücher” findet sich leider nichts, nur die Pocket-Teacher-Bücher werden erwähnt; dabei handelt es sich eine Buchreihe des Cornelsen Verlags. Die Seiten Schulferien und Abiturtermine sind nicht auf dem neuesten Stand.

Fazit:

Abipedia bietet vor allem für das Fach Deutsch Hilfen, das übrige Angebot fällt leider stark ab. Wenn Christian Kubb sich v.a. auf diesem Gebiet auskennt, wäre es für das Gesamtprojekt hilfreich, wenn sich andere Fachleute für die jeweiligen Fächer fänden, um das Angebot auszubauen. Von der Idee finde ich Abipedia gut.

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Blogwichteln 2014: Rausfinden was Andere suchen – Keyword-Recherche

BlogwichtelbuttonIch habs ja schon angekündigt und hier ist er, der sehr informative und ausführliche Gastbeitrag von Ruth Röttges über Keywords, ihren Nutzen und die Methoden, mit ihnen zu arbeiten. Vielen Dank!

Einen Text fürs Internet schreiben, das Thema sauber recherchieren und gleichzeitig das Informationsbedürfnis der Besucher bedienen, sind eine Sache. Wie aber lässt sich erreichen, dass der Text auch genau von denjenigen gefunden wird, die ihn benötigen? Die Keyword-Recherche ermittelt die Suchbegriffe, die potentielle Webseitenbesucher für ihre Suchanfrage eingeben werden.

Keyword-Recherche

Ein Teilbereich von SEO ist die Recherche nach den Suchbegriffen, die potentielle Interessenten auf die Webseite führen sollen. Tauchen die ermittelten Begriffe innerhalb des Textes auf, so kann die neue Seite entsprechend von den Suchmaschinen indexiert werden. Ein schöner Nebeneffekt: Mit einer guten Keyword-Recherche lässt sich gleichzeitig die Nachfrage zu einem Thema feststellen.

So einfach? Nicht ganz! Die Zahl der Webseiten, die auf einen generischen Suchbegriff wie beispielsweise “Kaffee” passen, ist viel zu groß – die Liste der Suchergebnisse viel zu lang, um die passenden Informationen zuzuordnen. Die Suche muss also verfeinert werden. Je nach Informationsbedarf erwarten wir besser qualifizierte Ergebnisse mit Begriffen wie “Kaffee milde Sorten”, “Fairtrade Kaffee” oder gar “Wie macht man guten Kaffee?”

Mehr-Wort-Begriffe

Als Basis für das Erstellen einer neuen Webseite gilt es also, die sogenannten “Long-Tail-Keywords” oder Mehr-Wort-Begriffe zu finden. Eine erste Hilfe bekommen wir von Google selbst mit der Autovervollständigung. Wenn Sie Google in einem eigenen Browserfenster starten und die ersten Zeichen Ihres Suchbegriffes eingeben, bietet das System eine Auswahl der häufigsten Begriffe an.

Das bietet Google zur Auswahl an, wenn Sie "Kaffee" eingeben

Das bietet Google zur Auswahl an, wenn Sie “Kaffee zub” eingeben

Auch der Abschnitt unterhalb der Suchergebnisseite “Verwandte Suchanfragen” liefert interessante Hinweise darüber, was andere suchen.

Die verwandten Suchanfragen stehen in der Regel am unterern Ende des Seite

Die verwandten Suchanfragen stehen in der Regel am unteren Ende des Seite

Methoden der Keyword-Recherche

Agenturen, die sich beruflich mit Suchmaschinenoptimierung befassen, setzen eine Reihe von (teils kostspieligen) Analyse-Werkzeugen zur Keyword-Recherche ein. Um erste Erfahrungen auf dem Gebiet zu sammeln, gibt es dennoch eine Reihe von wirksamen und kostenfreien Lösungen.

Interviews

So banal es klingen mag: Fragen Sie Freunde oder Bekannte danach, was sie als Suchbegriff zu einem bestimmten Thema eingeben würden, erhalten Sie erstaunlich vielfältige Antworten.

Synonyme

Nutzen Sie die Ergebnisse aus den Interviews und finden Sie andere Ausdrucksweisen für Ihr Thema. Dazu eignen sich eine Reihe von Synonym-Wörterbüchern wie das Wortschatz-Portal der Uni Leipzig  oder der Open Thesaurus.

Autovervollständigen und Verwandte Suchbegriffe

Starten Sie selbst eine Suche mit den bisher gefunden Begriffen bei der Suchmaschine Ihrer Wahl (die Dienste werden von verschiedenen Suchmaschinen mit unterschiedlichen Ergebnissen angeboten) mit einem generischen Begriff und lassen Sie sich von den angebotenen Empfehlungen inspirieren. Tipp: Für solche Abfragen gibt es das kostenlose Werkzeug von Alessandro Martin: Übersuggest. Das Tool liefert hunderte von Suchbegriffen durch das automatische Kombinieren des eingegebenen Begriffes mit vor- und nachgestellten Buchstaben.

Neu: W-Fragen finden

Angeregt durch das neue (kostenpflichtige) W-Fragen-Tool von Kai Spriestersbach entdeckte ich den Trend hin zu vollständigen Fragen, die zunehmend als Suchbegriff verwendet werden. Wer eine passende Frage für das Thema findet, zu dem er schreiben möchte (ideal für Blogs), hat damit schon einen richtig guten Titel für seinen Text. Auch für diese Recherche hat sich Übersuggest bewährt: Die W-Fragen finden Sie am schnellsten, wenn Sie Ihren generischen Begriff mit einem Fragewort kombinieren, Beispiel: “Wie Kaffee”.

Suchbegriffe, die sich lohnen

Nachdem Sie nun eine stolze Liste von möglichen Suchbegriffen vor sich liegen haben, werden Sie sicherlich fragen: “Wer sucht denn sowas und wie oft?” Der schönste Suchbegriff ist nicht viel wert, wenn niemand ihn benutzt. Da das oben vorgestellte Tool Übersuggest die Autovervollständigen-Liste von Google auswertet, und Google diese Liste nach der Häufigkeit der Suchanfragen erstellt, haben wir hier schon eine gute Grundlage. Wer es genau wissen möchte, benötigt das Keyword-Tool aus Google AdWords. Hier genügt es allerdings, ein Konto anzulegen. Der Keyword-Planer steht auch dann zur Verfügung, wenn keinerlei Anzeigen geschaltet werden. Mehr dazu finden Sie in der Anleitung von Google.

Schreiben über was Andere suchen

Nun haben Sie einiges an Material für Ihre nächste Veröffentlichung im Web zusammengestellt. Das einzige was noch zu tun bleibt, ist die Suchbegriffe Ihrer Wahl in Ihren Text zu integrieren. Achten Sie einfach darauf, dass der Text natürlich klingt. Es ist heute nicht mehr erforderlich, die Begriffe möglichst oft zu wiederholen, um die Aufmerksamkeit der Suchmaschinen auf sich zu lenken.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Keyword-Recherche.

Die Autorin: Ruth Roettges schreibt Texte fürs Web. Sie schreibt für Viel-Leser, Schnell-Leser und Gar-nicht-Leser und natürlich für die Suchmaschinen. Am liebsten schreibt sie über erklärungsbedürftige Produkte. Nebenbei lebt sie auf einem Selbstversorgerhof und kümmert sich um eine kleine Schafherde.

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Blogwichteln 2014 – Profi-Wissen zu Gast im Schrebergarten

BlogwichtelbuttonWie bereits angekündigt, habe ich beim Blogwichteln 2014 das Blog muss-noch-giessen.de von Stephanie Esser gezogen. Als Naschkatze im Garten habe ich mich zu einer bestimmten Erdbeersorte schlau gemacht und mit Profi-Wissen dort gastiert. Dafür hat die Leselust dann das Bodenlosz-Archiv bewichtelt.

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