Umfrage der TIB zu Anforderungen bei Text- und Data-Mining

Bis zum 15.5.2015 können Sie noch an einer Umfrage der TIB teilnehmen, die die Bedürfnisse von Wissenschaftlerinnen bei Text- und Data-Mining (TDM) erkundet. Ziel ist es,

einen möglichen Handlungsbedarf für die Verbesserung der Nutzbarkeit von Ressourcen sowie Empfehlungen für die Gestaltung des Regelungsbedarfs für die Nutzung von Ressourcen für Text- und Data-Mining ab(zu)leiten (Quelle)

und

Herausforderungen und aktuelle Hindernisse für TDM im deutschen Wissenschaftssystem (zu) erkennen (Quelle)

Ich finde es eine sehr sinnvolle Umfrage und unterstütze sie gern – also, wenn Sie noch nicht mitgemacht haben … :-)

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Deutsche Einheit – online

Es gibt ein grandioses Projekt in Sachen Digitalisierung: Unter dem Titel “Aufbruch und Einheit. Die letzte DDR-Regierung” sind die Beschlüsse, Gesetze etc. der letzten Regieung der DDR – gleichzeitig der ersten demokratisch gewählten – nun online einsehbar. Außerdem wird die Zeit der “friedlichen Revolution” und der Übergangsregierung Modrow abgebildet. Es geht also um die Jahre 1989 und 1990.

Dazu gibt es, besonders in der Chronik, Bilderstrecken – einerseits von der Lage in der DDR, andererseits von vielen der damals Aktiven. Ich habe gestaunt, wie viel ich aus der Zeit schon wieder vergessen habe  …

Beispiele für die verschiedenen Dokumente gefällig?

  • Eine Dokumentation zur Wahlfälschung der Wahlen im Mai 1989 mit dem Vermerk “Nur zur innerkirchlichen Information”.
  • Veröffentlichung der Wahlkommission der DDR zu ersten freien Wahl im März 1990 mit allen Ergebnissen der Wahlkreise.
  • Es gibt Ministerbiographien, hier ein Beispiel aus dem Finanzministerium

Ganz unten findet sich immer der Hinweis, dass wir es mit einem im Aufbau befindlichen Projekt zu tun haben – sprich: Es kommt noch was dazu, wiederkommen lohnt sich.

Es gibt verschiedene Formen, sich auf der Site zurechtzufinden – für die verschiedenen Endgeräte, aber auch für unterschiedliche Vorlieben:

  • Systematisch von den Menüpunkten auf der Startseite aus
  • durch Links in den Texten
  • durch Linklisten am Ende einer Seite.

Die Chronik in Bildern ist in Quartalsabschnitte (Jan-März 89, Apr-Juni 89 etc.) eingeteilt und bietet als kurzen Einstieg ein kommentiertes Foto zur jeweiligen Überschrift. Für die Vertiefung gibt es dann einen Link in den Textbereich.

Eine ansprechend gemachte Seite, die gut aufbereitete Informationen zugänglich macht.

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Geben wollen – ein Merkmal Selbständiger

Die Blogparade #bpg15 Selbstständige wollen geben! von Brigitte Windt hat mich dazu gebracht, mal über meine Angebote und ihren “Ich gebe gern”-Aspekt hier bei Profi-Wissen nachzudenken. Zu den offensichtlichen Sachen komme ich dabei am Schluss, denn die sind ja schon quasi “normal” – Download-Seiten finden Sie ja bei vielen.

Aber ich gebe etwas über die Gratis-Angebote auf dieser Website hinaus: Mein Engagement für die Recherche.

Das kann einen Auftrag betreffen, bei dem sich die Informationen richtig gut versteckt haben. Der geht mir nicht aus dem Kopf. Auch beim Spazierengehen, beim Kochen, auf dem Weg ins Büro wälzt mein Hirn die Frage um und um – immer auf der Suche nach dem kleinen entscheidenden Hinweis, dem Erinnerungsfitzelchen, wo denn die Angabe verborgen sein könnte.

Handschriftenergebnis mit Hilfsmitteln

Digitalisate im Netz sind inzwischen auf dem Vormarsch – inzwischen gibt es eine Vielzahl Bibliotheken, die digitalisierte Daten zur Verfügung stellen. Da bin ich ständig auf dem Auslug, denn das ist ein Thema, das ich wichtig finde: Informationen für alle bereitstellen.

Was meine Seminare betrifft, bin ich quasi ständig auf Empfang – Hinweise auf Tools im Netz oder spannende Bibliotheken wandern, egal, wo sie mich erwischen, in das Fach “Checken, Testen, Vorstellen”.

Geben wollen – ein Phänomen Selbständiger

Gerade für Ein-Personen-Unternehmen wie meins ist das ein häufiges Phänomen: Da ich für alle Teilbereiche verantwortlich bin, muss ich alles im Blick habe, sowohl die aktuelle Arbeit, als auch die weiteren Perspektiven, die aktuelle Recherche, aber auch die Verwaltung, die Buchführung und Akquise. Das ist ein Merkmal Selbständiger. Verantwortung übernehmen, engagiert die passende Lösung für die Kundinnen finden – Sie kennen ja den Spruch über Selbständige, nicht wahr? Sie arbeiten “selbst und ständig”. Und das führt dann dazu, dass sie geben, dass sie ihren Erfahrungsschatz teilen.

Das geht bei mir nur, wenn ich mit dem Herzen dabei bin, wenn mir die Sucherei Freude macht, wenn ich meinen Erfahrungsschatz gern erweitere, wenn ich nicht “Dienst nach Vorschrift” mache (nach wessen auch ;-) ? ). In meinem Fall ist Recherche Leidenschaft und Job – das geht anderen Selbständigen ebenso. Und das ist es, was wir neben unserem Fachwissen, unserer Kompetenz gerne geben. Dieses “Geben-Wollen” ist also nicht spezifische meine Sache, sondern die vieler Kolleginnen in den unterschiedlichsten Bereichen.

Selbst im Urlaub finden Sie mich in spannenden Bibliotheken - mich interssiert einfach, wie sie arbeiten

Selbst im Urlaub finden Sie mich in spannenden Bibliotheken – mich interssiert einfach, wie sie arbeiten

Ach ja, die Gratis-Angebote auf der Seite von Profi-Wissen, kennen Sie vielleicht schon? Wenn nicht, schauen Sie mal auf die Download-Seite – da finden Sie konkrete Hilfsmittel für Ihre eigene Recherche. Und hier im Blog gibt es Artikel, in denen Sie Suchmaschinen und Bibliotheken oder auch allgemeine Tipps rund um Recherche kennenlernen können.

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Thema 1914 – 1.4.1915

Heute vor 100 Jahren ging es für Ernst Pauleit in Richtung Champagne.

Durch Somme-Py ging es auch - völlig zerstört in der Schlacht  vom Februar/März  1915. CC-BY-SA 3.0

Durch Somme-Py ging es auch – völlig zerstört in der Champagne-Schlacht vom Februar/März 1915. CC-BY-SA 3.0

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General Online Research in Köln – 18.-20.03.2015

Morgen beginnt in der FHS in Köln eine Konferenz, die sich mit Online-Forschung befasst, die General Online Research (GOR), ausgerichtet von der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF). Das Programm ist ziemlich umfassend: Es geht um statistische Möglichkeiten, Online-Nutzung zu erfassen, um Social Media, Wikipedia, Marktforschung und anderes mehr.

Was das mit uns zu tun hat? Die Ergebnisse der Forschung fließen in Angebote ein, die wir alle nutzen, neben Wikipedia z. B. Hotelbuchungsportale, aber es geht auch um Unterrichtsmethoden an Schulen, um unser Verhalten in Social Media oder ganz allgemein um Marktforschung.

Die Referentinnen kommen sowohl von internationalen Universitäten als auch aus Firmen, für die solche Forschungsergebnisse relevant sind:

  • LINK Institut
  • Rheinische Fachhochschule Köln
  • Museum für Naturkunde Berlin
  • Institute for Social Research, University of Michigan
  • University of Tsukuba, Japan
  • Deutsches Medieninstitut
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Unitymedia KabelBW GmbH
  • University of Haifa, Israel
  • Northwestern University, United States of America
  • University of Essex, United Kingdom

Das ist nur eine kleine Auswahl der beteiligten Institionen.

Meine Hoffnung ist, dass die Vorträge zumindest teilweise auch online gestellt werden; im Moment komt man über die Links der Workshops zu den Konditionen (wie lange, wie viele Teilnehmer, für wen geeignet usw.). Ich werde das im Auge behalten.

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“Such! Maschine” – Seminar für Studierende der Uni Köln

Effiziente Recherche kann man lernen.

Effiziente Recherche kann man lernen.

Im kommenden Sommersemester werde ich am Professional Center der Universität zu Köln im Rahmen des Studium Integrale ein Seminar zu Recherche halten . Darin geht es sowohl um Internet- als auch um wissenschaftliche Literaturrecherche.

Hier gibt’s schon mal was zum Inhalt.

Ab heute können sich Studierende folgender Fakultäten für dieses Seminar bei KLIPS anmelden:

 

– Wirtschafts-und Sozialwissenschaftliche Fakultät
– Rechtswissenschaftliche Fakultät
– Philosophische Fakultät
– Mathematisch- Naturwissenschaftliche Fakultät
– Humanwissenschaftliche Fakultät

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Heute ist der Internationale Tag der Muttersprache

Heute vor 63 Jahren wurden in Pakistan Menschen erschossen, weil sie sich gegen die offizielle Amtssprache Urdu mit Demonstrationen zur Wehr setzten – die Bevölkerung sprach zum großen Teil eben nicht Urdu, sondern hatte Bengalisch als Muttersprache. Im Jahr 1971 entstand dann Bangladesch – abgespaltet von Pakistan eben wegen der Sprache. Der 21.2. ist dort ein Tag, an dem der Märtyrer von 1952 gedacht wird. Seit 2000 ist dieser Tag nun Tag der Muttersprache – Bangladesch hat dies bei der UNESCO so beantragt.

So drastisch fällt das mit der Unterdrückung von Sprachen in der Regel heute nicht mehr aus. Aber viele Menschen dürfen offiziell nicht so reden, wie sie es zu Hause gelernt haben. Das gilt in vielen Ländern und es gibt auch in Deutschland vom Aussterben bedrohte Sprachen. In der aktuellen Diskussion hierzulande geht es aber um die Migrantinnen in Deutschland.

Der Vorschlag der CSU, Familien sollten zu Hause bitte deutsch sprechen, wenn sie hier eingewandert sind, gehört mit in diese Reihe: Wenn ich zu Hause nicht mehr  sprechen kann, wie ich es als Kind gelernt habe, meine Gefühle und Gedanken nicht mehr ungefiltert ausdrücken soll – dann ist schon der bloße Gedanke eben nicht mehr witzig und absurd und “eben CSU”, sondern Unterdrückung.

Beim Anblick schneebedeckter Berge habe ich imme reinen bestimmten Sprachsuktus im Ohr - den ich nicht immer verstehe, auch wenn er zur selben Sprache gehört, wie meine Muttersprache

Beim Anblick schneebedeckter Berge habe ich immer einen bestimmten Sprachsuktus im Ohr – den ich nicht immer verstehe, auch wenn er zur selben Sprache gehört wie meine Muttersprache ;-)

Ich nehme diesen Gedenktag als Anlass, mir Gedanken über “Integration” zu machen.

Integration ist in aller Munde. Sie wird vehement von denen gefordert, die hier bei uns eine neue Heimat finden wollen oder müssen, weil es in ihrer Heimat keine Zukunft für sie gibt. Der Begriff wird nur offensichtlich je nach Sprecherin unterschiedlich gefüllt:

  • die Forderung nach der Befolgung von Gesetzen und Regeln
  • die Forderung, sich den Gewohnheiten der Deutschen anzupassen
  • die Forderung, auf z. B. religiöse Gewohnheiten wie die Verschleierung von Frauen, zu verzichten

Gerade die letzte Art der Forderung nimmt in der Diskussion besonders breiten Raum ein. Die Angst vor dem “Anderen” hat inzwischen riesige Ausmaße – siehe die Diskussion um die inzwischen abgeflaute “PEGIDA”-Bewegung. Hier melden sich sonst stille Zeitgenossinnen mit sachlich unbegründeten aber eben existierenden Ängsten vor “Überfremdung” zu Wort.

Letztlich aber ist der verschärfte Ruf nach Integration der nach einer Aufgabe von Identität. Und wer das fordert, bezeichnet die Beibehaltung von Gebräuchen oder eben Sprache als Zeichen mangelnder Integration. Dabei wird übersehen, dass eher gebrochenes Deutsch im eigenen Wohnzimmer alles andere als eine Garantie dafür ist, dass die Menschen wirklich Deutsch lernen. Wer  die eigene Muttersprache aus mangelnder Übung nicht (mehr) beherrscht, hat auch schlechtere Chancen, eine neue Sprache korrekt zu erlernen.

Und zu den  Gebräuchen – so anders als “wir Deutschen” verhalten sich Migrantinnen nicht  … Das zeigt eine Grafik von ZEIT online:

Die meisten treffen sich wie andere Menschen im Lande auch am häufigsten im Sportverein, gefolgt von Gewerkschaften und Berufsverbänden. Kulturvereine folgen erst auf Platz  6.  Homoehe, Schwangerschaftsabbruch und Sterbehilfe werden prozentual gesehen genauso bewertet wie in der “einheimischen” Gesellschaft, nämlich je nach Orientierung unterschiedlich: Liberale sehen das entspannter als religiös Traditionelle. Und das ist bei Katholiken oder Protesstantinnen nicht anders. Selbst Atheistinnen haben je nach Wertekanon da unterschiedliche Auffassungen. Warum bitte sollen die “Anderen” denn jetzt eine einheitliche Linie vertreten?

Was viele da unter dem Begriff Integration fordern ist eigentlich eine Assimilation, also ein Ähnlichwerden – von lateinisch”similis“. Nix Multikulti – da steht die “Leitkultur” fordernd vor den Menschen und verlangt alles: Sprache, Kleidung, Gebräuche.

So bunt sind die Alphabete der Welt (und das ist ja nur ein Teil) - warum soll Sprachvielfalt eingeschränkt werden? This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

So bunt sind die Alphabete der Welt (und das ist ja nur ein Teil) – warum soll Sprachvielfalt eingeschränkt werden? This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Stellen Sie sich mal vor, das fände tatsächlich statt.

  • Schnitzeltempel statt Dönerbude, Pizzeria oder Sushilokal
  • nur “deutsche” Menschen in der Alten- und Krankenpflege
  • nur “deutsche” Menschen auf Baustellen, bei den Müllwerkern und Putzkolonnen

Spätestens ab Punkt 2 gäb es doch ein großes Aufjaulen: Solche Jobs, nein danke.

Denn neben der Tatsache, dass hier Menschen arbeiten, die selber oder deren Eltern oder Großeltern  erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts oder zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach Deutschland kamen und unter denen es eben solche gibt, die nicht so flüssig die Landessprache sprechen, ist allen an Wirtschaft Interessierten klar: Der deutsche Arbeitsmarkt kann auf die nicht verzichten, die von “PEGIDA”  am liebsten über die Grenzen getrieben würden. Seit dem Beginn der Aufmärsche der fremdenfeindlichen “Deutschland”-Schreier werden entsprechende Stellen nicht müde, immer wieder auf die Bilanzen hinzuweisen:

  • Menschen “mit Migrationshintergrund” zahlen mehr in die Sozialsysteme ein, als sie rausbekommen
  • die angeblich so hohe Kriminalität unter ihnen liegt an Straftatbeständen, die Deutsche nun mal nicht begehen können – davon bereinigte Statistiken zeigen kein anderes Bild von Straftaten als bei der Ursprungsbevölkerung
  • ohne Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeberinnen mit fremden Wurzeln bräche die deutsche Wirtschaft ziemlich ein

Und zum Schuss: Drehen wir den Spieß doch einfach mal um.

Wenn Sie oder ich auswandern würden, aus welchen Gründen auch immer – würden wir in unserem neuen Zuhause, in der Familie, Englisch, Suaheli oder Chinesisch sprechen?

Doch eher nicht, oder?

Würden wir uns bemühen, die Landessprache zu erlernen?

Das auf jeden Fall – auch wenn es am Anfang nicht leicht ist. – Oder?

Würden wir – je nach eigener traditioneller Ausrichtung – auf die Feier von Geburtstag oder Namenstag, von Weihnachten oder Ostern verzichten?

Wahrscheinlich nicht, oder?

Warum um alles in der Welt sollen also Menschen, die hier leben und arbeiten auf ihre Sprache und Gebräuche verzichten?

Integration ja: sich an Gesetze zu halten, die Sprache möglichst gut zu beherrschen – das sind Kriterien, die ich für unverzichtbar halte, um irgendwo ein gutes Leben leben zu können.

Das ist Integration.

Was darüber hinausgeht ist Assimilation und sollte von denen entscheiden werden, deren Sprache und Gebräuche betroffen sind. Und da gibts ja auch graduelle Unterschiede, nicht wahr?

Und zu guter Letzt: Die eigene Muttersprache ist Grundlage unseres Denkens und auch Fühlens – niemand darf sie verlieren. Der Erwerb einer neuen Sprache öffnet dann Fenster in anderes Denken und ermöglicht Austausch. Deshalb ist es sinnvoll, die Sprache zu lernen, die da gesprochen wird, wo ich bin. Aber das gilt nicht nur für Migrantinnen in Deutschland.

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Thema 1914 in Köln: Ausstellung Metropole im Westen – mit Blogbegleitung

Seit November läuft in insgesamt drei Museen die Ausstellung zu Köln im ersten Weltkrieg: “Köln 1914. Metropole im Westen”, und zwar im Museum für Angewanste Kunst MAKK, im Kölnischen Stadtmuseum und bei der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA). Eine lebendige Vielfalt zu Thema 1914.

Alexe Altenkirch

Alexe Altenkirch hat die Bibliothek im Haus der Frau bei der Werkbundausstellung gestaltet – nach den Bildern in der Ausstellung ein sehr ansprechender Raum.

Die Ausstellung im MAKK habe ich mir am Wochenende mal angesehen – Kölner Malerinnen und Maler sind mit ihren Werken vertreten, die Köln am Vorabend des Weltkriegs oder ihre Erlebnisse des Kriegs auf Leinwand und Papier bringen; in der Hauptsache geht es aber um die Werkbundausstellung, die von Mai 1914 an auf dem Gelände neben dem Deutzer Bahnhof (heute ist dort der Rheinpark) bis Oktober bleiben sollte. Bei Ausbruch des Krieges im August 1914 war das Ende der Ausstellung gefordert – sehr zum wirtschaftlichen Schaden von Ausstellern und Betreibern. Hier steht dann die Architektur im Zentrum und da gibt es wirklich beeindruckende Bauten. Vertreter der Bauhausschule gehören auch dazu.

Seit Freitag gibt es nun ein begleitendes Blog, in dem Ausstellungsstücke des Kölnischen Stadtmuseums vorgestellt werden – eine schöne Sache. Ob wohl bis April, dem Ende der Ausstellung, alle Exponate online sind?

Insgesamt gefällt mir das Konzept, eine so große Stadt in dieser Zeit an verschiedenen Orten mit verschiedneen Schwerpunkten vorzustellen. Bis Mitte April besteht noch die Mögllichkeit, die Ausstellungen zu besuchen.

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Thema 1914 – 5.2.1915

ColumbaGriseaKeulemans

Diese Tierchen meint der Autor des Artikels vom 5.2.1915 nicht …

Heute vor 100 Jahren meditierte man in Dr. Blochs Österreichischer Wochenschrift über den Begriff Tauben, und das u.a. linguistich, obwohl es um Kriegsgerät ging.

Der Link führt zum Zeitungsausschnitt.

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Thema 1914 – 2.2.1915

Heute vor 100 Jahren hatte Pfarrer Hartmann zumindest einen Grund, sich zu freuen, wenn schon die Siegesmeldungen ausblieben: das Bierbrauen und Schnapsbrennen sind vom Reichsboten geächtet worden.

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