Interview mit Marvin Bittner

Marvin Bittner ist ein sehr junger Autor aus Hagen, der schon ein paar Bücher vorgelegt hat – das erste bereits als Teenager. Also ein junger Mann, der mit dem Internet und seinen Angeboten aufgewachsen ist. Wie recherchiert ein solcher Autor?

Was machen Sie beruflich?

– Ich bin seit 2013 als Schriftsteller tätig, der sich auf die Genre Fantasy und Kriminalistik spezialisiert hat.

Welcher Art war die Ausbildung zu Ihrem Beruf? (Studium, Lehre, was Kombiniertes, Quereinstieg)

– Den Weg in die Schriftstellerei habe ich über den Quereinstieg gewagt. Dadurch, dass ich immer gerne geschrieben – bereits in der Grundschule – und gelesen habe, habe ich versucht, im deutschen Buchmarkt Fuß zu fassen.

Welche Kenntnisse und Erfahrungen benötigen Sie für Ihre Tätigkeit?

– Um meine Berufung ausüben zu können, benötige ich neben dem Schreiben einen roten Faden, mit der Frage: „Wo will ich mit der Geschichte hin? und „Wie kann ich die Leserschaft am besten unterhalten?” Um diese beiden Fragen beantworten zu können, arbeite ich in meine Geschichten reale Elemente ein. Für diese Einarbeitung benötige ich gute Kenntnisse in der Recherchearbeit.

Wie sieht Ihre Weiterbildungsstrategie aus?

Durch Gespräche mit Verlegern, Buchhändlern und Autorenkollegen, die ich durch die Buchmessen, aber auch durch Lesungen und Veranstaltungen, kennengelernt habe, weiß ich meistens, was auf dem deutschen Buchmarkt gefragt ist. So kann ich mich beim Schreiben gezielter auf neue Genres einlassen.

Müssen Sie für die alltägliche Arbeit oder für grundsätzlich für Ihr Know-How regelmäßig aktuelle Informationen besorgen?

– Diese Frage kann ich per se nicht beantworten, da sich die Einholung von aktuellen Informationen, etc. von Projekt zu Projekt unterscheidet.

Gehörte die Vermittlung von Suchmethoden zu Ihrer Ausbildung?

– Nein, die Vermittlung von Suchmethoden gehörte nicht zu meiner Ausbildung, da ich kein Literaturstudium vollendet habe, bevor ich den Weg in die Schriftstellerei gesucht habe.

Das Autorenfoto von Marvin Bittner
Das offizielle Autorenfoto von Marvin Bittner

Wo sind Ihre Anlaufstellen, wenn Sie etwas suchen? (Kolleginnen, Bücher, öffentliche Stellen, Fachzeitschriften,  Internet oder noch was anderes)

– Wenn ich ein neues Projekt beginne und dazu einige Informationen zu Orten, Gebäuden benötige, recherchiere ich im Internet oder auch in Büchern. Ggf. spreche ich auch mit Autorenkollegen.

Wenn Sie im Internet suchen: Welche Mittel nutzen Sie? (Suchmaschinen, (Fach)Foren, Wikipedia, (Fach)Datenbanken, Bibliotheksangebote)

Bei der Recherche im Internet bevorzuge ich meistens Angaben aus Suchmaschinen wie Google und dem Online-Lexikon Wikipedia.

Hat sich Ihre Form der Informationsbeschaffung in den letzten Jahren geändert? Wenn ja, wie und warum?

– Ja, die Informationsbeschaffung hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Durch die sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram) ist es einfacher denn je geworden, um Information schnell und einfach zu erhalten.

Ist das Internet für Sie eine hilfreiche Einrichtung?

– Das Internet ist für mich eine hilfreiche Einrichtung. Vor allem aber die sozialen Netzwerke, wie Facebook helfen dabei, sich mit Autorenkollegen und Verlegern schnellstmöglichst auszutauschen.

Gibt es zu Ihrem Bereich viele Informationsmöglichkeiten im Netz?

– Ja, die gibt es. Google und Wikipedia helfen schon sehr. Aber auch das persönliche Gespräch mit Historikern und Bibliothekaren, das ich hin und wieder bevorzuge, hilft ebenso so sehr.

Haben Sie eine Suchstrategie entwickelt, die Sie verlässlich zu den benötigten Quellen führt?

– Da ich sehr oft realitätsnah schreibe, suche ich immer wieder zu einzelnen Bruchstücken Informationen, die zusammen ein Bild oder auch den roten Faden ausmachen.

Haben Sie mal bei einer Recherche ein  besonderes Highlight erlebt?

– Besonders spannend ist es, wenn man wie ich z. Zt. neu das Genre Biographie behandelt und bei der Recherche bemerkt, das alle Figuren auf eine zurückgehen. Es wirkt also wie ein Tunnel, der mit einer Person anfängt und mit derselben wieder endet.

Social Media als Recherchehilfe – ein wahrscheinlich weit verbreiteter Trend in der Alterskategorie von Marvin Bittner, der Mitte der 90-er zur Welt kam.

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